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Technik Motorteile Polieren

Text: Konsul Shovel  |   Bilder: Konsul Shovel
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Technik Motorteile Polieren
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Glanz und Gloria – Hochglanz ist Blickfang, aber nur durch Polieren zu verwirklichen. CUSTOMBIKE zeigt, wie es gemacht wird
Es gibt ihn noch nicht lange, den Primärdeckel im Stil der alten Harley-Panhead-Blech-Covers. Die Franzosen bei EMD brachten mit ihm einen Deckel auf den Markt, der den angesagten Vintage-Look für Softail-Harleys der Baujahre 1989 (Evo) bis 2006 (Twin Cam) verfügbar macht. Ein Manko hat das gute Teil allerdings: Es ist zurzeit nur schwarz lackiert oder mit rau sandgestrahlter Aluminium-Oberfläche erhältlich. Wer das gute Teil in Hochglanz erstrahlen lassen will, muss sich selbst helfen beziehungsweise sich vom Profi helfen lassen. Nur die wenigsten werden sich noch manuell mit Schmirgelleinen abmühen, um sich mit fortschreitend feinerer Körnung bis zum allerfeinsten Wasserschleifpapier in Richtung Glanz vorzuarbeiten. Solch altväterliche Vorgehensweisen sind zwar schonend, aber leider extrem zeitintensiv.

Materialabtragende Schleifmittel für den maschinellen Einsatz eignen sich hervorragend, um raue Gussoberflächen, wie Motor-, Getriebe- oder Primärgehäuse, zu glätten. Offensichtliche Abweichungen der Oberfläche, wie Kratzer oder auch Gussnasen, die noch von der Herstellungsart zeugen, werden dabei zuerst geglättet. Dabei ist immer Vorsicht geboten, denn allzu langer und starker Druck mit mechanisch angetriebenen Schleifkörpern an der gleichen Stelle, führt zu Gräben und Dellen in der Oberfläche. Scharfe Kanten, Nuten oder erhabene Schriftzüge verlangen meist nach gesonderten, schonenderen Werkzeugen, damit sie ihre Konturen bewahren und nicht zu sehr verrunden oder gar ganz abgeschliffen werden. Erst wenn ihr mit der vorgeschliffenen Oberfläche zufrieden seid, solltet ihr zum eigentlichen Polieren übergehen.

Vorarbeiten: Die raue Oberfläche wird zunächst am Schleifband geglättet

Bei LIPPERT, einem Schleif- und Poliermittel-Hersteller, gewährte man uns freundlicherweise einen Blick auf eine Auswahl an Werkzeugen und Hilfsstoffen. Jan-Peter Metzger von Polierfuchs, der deren Vertrieb an Schleifereien und private Endverbraucher betreibt, stellt uns Produkte vor, mit denen ein ambitionierter Heimwerker durchaus vorzeigbare Ergebnisse erzielen kann. Als Antriebsmotoren kommen sowohl die in jedem Haushalt vorhandene Bohrmaschine und der Winkelschleifer wie auch professionellere Werkzeugmaschinen in Betracht. Metzger empfiehlt die problemlose Befestigung seiner Polierringe und -scheiben mittels konischen Spanndornen. Tatkräftige Unterstützung in der Demonstration des »vorher-nachher«-Effektes bekommen wir von Thorsten Geiss, dem Polierer der Firma Clean-Chrom. Wir wollen von ihm den neuen Primärdeckel auf Hochglanz bringen lassen.

Unser Alu-Deckel war mit rauer Sandstrahloberfläche geliefert worden und hatte seitdem durch Fräsen eine leichte Änderung erfahren. Diesen Deckel hält Thorsten nun schraubstockartig mit den Händen fest und drückt ihn zunächst an eine mit Schleifband bestückte Maschine, um die raue Oberfläche schon mal grob zu glätten. Wo er mit dem Schleifband nicht hinkommt, nimmt Thorsten den Winkelschleifer mit Schleifteller und schmirgelnden Papierschleifblättern. Kleine Fächerschleifer an der biegsamen Welle nimmt er an ganz verwinkelten Stellen. »Das Arbeiten mit dem Winkelschleifer würde ich Anfängern nicht empfehlen, da braucht man schon viel Fingerspitzengefühl …«, gibt der Profi zu bedenken. »Schnell sind da Macken ins Material geschliffen, die nicht mehr auszuschleifen sind!« Do-it-Yourselfern empfehlen wir zum Vorglätten an ebenen Stellen einen Schwingschleifer. An unzugänglichen Stellen wird am schonendsten von Hand mit Schmirgelleinen und Wasserschleifpapier geglättet.

Wo mit dem Schleifband nichts zu erreichen ist, geht der Profi ganz vorsichtig mit dem Winkelschleifer und Fächerschleifern an der Biegsamen Welle ans Werk

Die Firma LIPPERT empfiehlt zum Vorpolieren und Hochglanzpolieren ihre Notiflex-Tuchringe, während von den meisten Polierern, auch von Thorsten Geiss, die traditionelle Sisalscheibe benutzt wird. Nachdem die für den Durchmesser des Polierrings/der Sisalscheibe benötigte Drehzahl eingestellt ist, wird sie mit Vorpolierwachs behandelt. Hierbei wird der barrenförmige Wachsklotz kurz an das rotierende Wirrfaserflies oder Sisal gehalten, so dass Wachsteilchen daran kleben bleiben. In den Polierwachsen, die es grob und fein gibt, sind Schleifmittel gebunden und die sind maßgeblich für eine effektive Arbeit verantwortlich. Wer bei der Arbeit zwischendurch öfter das zu polierende Werkstück reinigt und ans Licht hält, tut gut daran. Denn nur so ist die erreichte Glattflächigkeit zu beurteilen und es wird sichtbar wo weiter geglättet und nachpoliert werden muss.

An der großen Leinenscheibe bringt Thorsten unseren Deckel auf Hochglanz

Wachs wird während des Poliervorgangs immer wieder neu aufgetragen und hier gilt die Devise: »Besser weniger und dafür öfter als zu viel auf einmal.« Fürs detaillierte Vor- und Fertigpolieren von Vertiefungen und Rippen, Ecken oder erhabene Schriften, hat der Polierer Miniaturwerkzeuge, Filz-Polierstifte und Scheiben in mannigfaltiger Ausführung auf Lager. Wir sind mit dem bisherigen Ergebnis fast zufrieden und haben dabei auch schon erstaunlichen Glanz geschaffen. Mit Mini-Schleifern und -Werkzeugen wird im Detail nachgearbeitet, dann wechselt Thorsten den großen Vorpolierring gegen einen weicheren aus gewebtem Material aus Nessel oder Flanell. Zum Fertigpolieren kommt Hochglanzwachs, das der Fachmann auch Abklärwachs nennt, auf den Polierring. Wer schon vorher vom erzielten Glanz überrascht war, wird jetzt ein strahlendes Wunder erleben. Fleck um Fleck erhält das gute Stück die ersehnte, spiegelgleiche Oberfläche. Knapp über zwei Stunden hat die Bearbeitung gedauert. Zum Finale entfernen wir noch die letzten Wachsreste mit Wienerkalk – voilà, unser Primärdeckel ist anbaufertig oder bereit zur weiteren Behandlung in einer Verchromerei.

Info
www.clean-chrom.de
www.polierfuchs.de
www.lippert-unipol.com
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Stand:20 July 2019 18:36:46/technik/technik+poliern_156.html Warning: fopen(cache/e83d96d09f0c825dccc8371f67a93cdc.html): failed to open stream: No such file or directory in /var/www/vhosts/tools.huber-verlag.de/httpdocs/files/trunk/Bootstrap3/files/templates/index_template.inc on line 160 Warning: fputs() expects parameter 1 to be resource, boolean given in /var/www/vhosts/tools.huber-verlag.de/httpdocs/files/trunk/Bootstrap3/files/templates/index_template.inc on line 161 Warning: fclose() expects parameter 1 to be resource, boolean given in /var/www/vhosts/tools.huber-verlag.de/httpdocs/files/trunk/Bootstrap3/files/templates/index_template.inc on line 162 Warning: chmod(): No such file or directory in /var/www/vhosts/tools.huber-verlag.de/httpdocs/files/trunk/Bootstrap3/files/templates/index_template.inc on line 163