Wheels And Waves – Basquw Site Of Life

Text: Christian Heim  |   Bilder: Christian Heim
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Wheels And Waves – Basquw Site Of Life
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Das Wetter beim diesjährigen Wheels-and-Waves-Festival in Biarritz zeigte sich von seiner launischen Seite. Doch hier, in unmittelbarer Nähe zum Baskenland, blieben Einwohner und Besucher davon unbeeindruckt und machten das Beste daraus
Während in Deutschland die Sonne strahlt und das Land unter den warmen und trockenen Frühlingsmonaten ächzt, macht sich von Westen her ein Tiefdruckgebiet auf in Richtung Biarritz. Und so verheißen sämtliche Wetterapps nichts Gutes für die anstehende Woche, in der das Wheels-and-Waves-Festival stattfinden soll. Nass soll es werden, und zwar richtig, dazu Temperaturabsenkungen auf fünfzehn Grad. Nicht gerade angenehm, wenn man aus dem fast dreißig Grad warmen Germanien nach Aquitanien reisen möchte. Schnell die wasserfesten Motorradklamotten eingepackt und ab zum Flughafen – die Yamaha-Delegation wartet schon. Schließlich steht das Yard-Built-Finale an.

Bei unserem Eintreffen im spanischen Bilbao hängen die Wolken schon tief über den Ausläufern der Pyrenäen und schütteln heftige Turbulenzen den Flieger beim Landeanflug durch. Schnell das Gepäck geschnappt, zwischendurch ein Blick aufs Handy: Shit! In Biarritz schüttet es. Es ist Dienstag und in zwei Tagen soll die Motorradparty steigen, doch die Aussichten sagen frühestens für Donnerstag eine leichte Wetterbesserung voraus.

Meister aller Klassen: Die gedopte BMW von Schwarzwerk ließ der ebenfalls aufgeblasenen Sprint-Yamaha-XSR-700 von Workhorse keine Chance und holte den Gesamtsieg

Am nächsten Morgen wollen wir mit den Motorrädern die Küste entlang. Dann kommt die Pressemitteilung der Veranstalter: Auf Anweisung der Behörden muss das Veranstaltungsgelände am Meer geräumt werden. Zu riskant mit den ganzen Zelten, noch ist der Wind zu stark. Alternativ zieht der ganze Tross mit den Ausstellern ins Messegelände am Flughafen um. Zwei dunkle Hallen, die in Windeseile provisorisch aufgeteilt werden. Die Aussteller werden eingewiesen, draußen vor der Halle schnell eine Halfpipe, die Steilwandshow und ein paar Futterstände aufgebaut.

Doch davon bekommen wir nichts mit, genießen stattdessen den Trip die Küste entlang, denn noch ist es trocken. Fast scheint es, als würden wir das gute Wetter im Schlepptau haben. Bis auf einen Schauer, der uns kurz durchnässt, bleibt das bis Biarritz auch so. Unterwegs aber sehen wir die Schäden, die das Unwetter der vergangenen Tage angerichtet hat. Als wir den Jaizkibel überqueren, wo am Donnerstag das Punk’s Peak Race stattfinden soll, zeigt sich das Ausmaß: umgestürzte Bäume, Erdrutsche und abgesackte Straßen. Kein Wunder haben die Behörden die Notbremse getreten.

… und zwangen zu einem Umzug ins Messegelände am Biarritzer Flughafen

Umso mehr muss dem Veranstalter hoch angerechnet werden, dass er in einem Gewaltakt Schadensbegrenzung betrieben hat und auf das triste Messegelände umgezogen ist. Auch wenn das Flair dahin ist und sich die Besucher über endlose Staus bei der Anfahrt und satte Eintrittspreise ärgern, das Festival nur darauf zu reduzieren, wäre zu einfach. Schließlich ist das Wheels-and-Waves mehr das Drumherum, das an allen Tagen stattfindet. Das Punk’s Peak Race hat es mal wieder in sich, überrascht nicht nur mit spannenden Rennen, sogar ein paar Sonnenstrahlen drücken sich durch. Und auch die Swank Rally, bei der sich Motorräder aller Klassen durch einen schlammigen Rundkurs quälen, lockt die Besucher an. Die Atmosphäre ist entspannt und es macht sich diese Gelassenheit breit, sich nicht über Dinge aufzuregen, die man sowieso nicht ändern kann. Überhaupt, wen juckt der Regen? Coole Leute und tolle Motorradstrecken, was will man mehr? Ab Samstag wars dann auch wieder gewohnt sonnig und warm. Nur waren wir da schon wieder auf dem Heimweg.
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Stand:21 August 2018 19:40:20/szene/wheels+and+waves+-+basquw+site+of+life_18713.html