History Dock66 – Ein deutscher Chopperpionier

Text: Dirk Mangartz  |   Bilder: Dock66
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Vom Chopper-Dealer zum Versandprofi – die Story von Dock66 Motorcycle Parts
Bereits 1981 baut Dock66-Chef Frank Muschalla eine ganz normale Honda CB 750 Four zum Chopper um – mit AME-Gabel, Stufensitzbank und 16-Zoll-Hinterrad. Schnell kommt er in Kontakt mit engstirnigen TÜV-Ingenieuren und scharfen Polizeibeamten. Doch der Chopper-Stachel sitzt tief. Zu tief, um sich dem Gegenwind zu beugen. 1988 folgt die erste Harley-Davidson, eine FXR, und im Jahr darauf eine Shovel-FLH, die Franks Chopper-Ideal zu großen Teilen entspricht. So richtig ins Rollen kommt die Sache dann im Frühjahr 1991. Frank reist mit zwei Freunden nach New York. Die drei wollen Urlaub machen, klar. Aber sie wollen auch nach Motorrädern Ausschau halten, die sie anschließend nach Deutschland verschiffen können. 

Kaum zu übersehen: Die große Leidenschaft von Dock66-Chef Frank Muschalla sind Chopper

Mit dem Wohnmobil starten sie ihre Tour in Manhattan und durchforsten Pennsylvania nach brauchbaren Krädern. Geschlafen wird auf Supermarktparkplätzen, zum Transport der Fundstücke – meist Shovelhead-Harleys – mieten die Jungimporteure einen U-Haul-Transporter. Bei der Besichtigung der Harley-Davidson-Factory in York kommen sie mit Bill, einem etwas schrägen Vietnam-Veteranen, in Kontakt, der ihnen North Carolina als ideales Ziel für Motorradkäufe empfiehlt.

Neugierig geworden, reist Frank nur wenige Monate später erneut in die USA, dieses Mal nach North Carolina. Die besten und coolsten Motorräder, insbesondere ausgefallene Harley-Davidson-Modelle, gibt es zu jener Zeit eben über dem großen Teich. Bill erweist sich als höchst seltsam, hat aber viele Kontakte. So startet Frank mit dem regelmäßigen Import von Harleys und anderen Klassikern aus den Südstaaten. Gemeinsam mit Freunden und Partnern füllt er für seine Kunden die Container mit Motorrädern. Als Transportfahrzeuge in den USA dienen ihm zunächst ein eigener 1966er Dodge D100, dann ein 1980er Ford E150 Van – beide mit gurgelnden V8-Motoren. Nachdem genügend Motorräder aufgetrieben und in einer gemieteten Halle eingelagert sind, folgt die immer gleiche Prozedur: Eigenhändig belädt Frank den Vierzig-Fuß-Container mit Motorrädern und Accessoires, verzurrt alle Bikes gründlich und verabschiedet sich in Richtung Heimat.

Mindestens vier mal im Jahr hiess es: »Wir sind für euch auf Einkaufstour in den USA.

In den USA gewinnt er dabei unzählige Freunde – etwa den Chopper-Builder Danny mit seinem legendären »Pussy Catcher« oder den stets Schnupftabak kauenden Vintage-Spezialisten Charly. Zwischendurch schaut er sich bei Teilezulieferern oder Ledertaschenherstellern um und reist auch mal nach Kanada, um dort Motorräder einzukaufen. »Zu kalt«, lautet die knappe Analyse des Import-Profis. 
Da die alte Garage längst aus allen Nähten platzt, beschließt Frank, ein Ladengeschäft in Duisburg-Ruhrort anzumieten. Endlich kann er nicht nur die Motorräder im Showroom ausstellen, sondern die gesamte Palette an Dienstleistungen rund um US-Bikes und klassische Motorräder anbieten. Es gibt Ersatzteile sowie ausgefallenes Zubehör. Reparaturen, Wartung und Customizing werden von Werkstattchef Andreas im Basement durchgeführt. Aufgrund der »prominenten« Ruhrorter Adresse Hafenstraße 66 ergibt sich schnell der Name der Firma: Dock66. 

Die Firma wächst unaufhaltsam. Messestände, Teilemärkte, Bikertreffen und ständige USA-Einkaufstouren zählen zum Alltag der Dock66-Crew. 1999 wird der Laden in Duisburg zu klein für die Aufgaben an ein florierendes Motorradgeschäft, Dock66 zieht in eine große Halle nach Voerde. Auf glänzenden Fliesen und zwischen antiken US-Zapfsäulen stehen nun Harley-Davidson-Sportster, -Softails und -E-Glides zum Verkauf, flankiert von Triumph-Klassikern und Honda-Cruisern. Customizing, bislang nur von Zeit zu Zeit praktiziert, entwickelt sich zum bestimmenden Thema von Dock66. Es entstehen so wegweisende Projekte wie die Dockster-Kleinserie, die prämierte Golden-Softail und die für Dock66 typischen Umbauten auf Basis klassischer Shovelhead-FLHs. 

Aus AME-Teilen und einer Honda CB 750 baute sich Frank 1981 seinen ersten eigenen Chopper

Mittlerweile kauft Frank auch viele Bikes in Deutschland. »Damals gibt es noch keine Internetbörsen. Man musste sich halt auf die Fahrzeugbeschreibung am Telefon verlassen«, beschreibt Frank den eher mühseligen Arbeitsalltag in der Vornetzzeit. So nimmt der Teileverkauf mehr und mehr Raum ein. »Wir hatten selbst entwickelte Teile im Angebot, etwa das Hypercharger-Manifold, und viele eigenimportierte Teile gab es ausschließlich über uns«, zeigt Frank auf die alten Fotos. 

Da Frank mit seinem Geschäft kräftig Gegenwind vom nun immer wichtiger werdenden Internet erwartet, entscheidet er 2003, den Laden zu schließen und sich ganz dem Versandhandel zu widmen. Noch gibt es im Netz nur wenige Anbieter für Chopperteile. Genau hier will er mit seinen individuellen und dabei günstigen Parts mitmischen. Zu Beginn vom Standort Alpen aus, ab 2007 aus einem Lager in Rheinberg muss Dock66 nun ohne Laufkundschaft auskommen, kann jetzt via Internet aber Kunden in ganz Europa bedienen. Alle Strukturen und Arbeitsabläufe werden neu durchdacht und bei Bedarf geändert. Nach und nach baut der Selfmade-Unternehmer einen angesehenen Versandshop für Custombike-Zubehör auf. Die kontinuierlich wachsende Anzahl an Artikeln wird aus diversen Ländern importiert und in noch viel mehr Staaten verschickt. Dock66 ist im digitalen Zeitalter angekommen. Schon kurze Zeit später zählt Dock66 Motorcycle Parts zu den führenden Webshops für Ersatzteile und Zubehör für Custombikes, Chopper und US-Bikes. »Wesentlichen Anteil daran trägt die Tatsache, dass wir fast alle Teile vorrätig haben und somit unglaublich schnell sein können«, verrät Frank den Schlüssel zum Erfolg. 

History Dock66

Nach einem erneuten Umzug 2010 in eine Backsteinhalle auf dem Eurotec-Gelände in Moers gibt es wieder genügend Platz, um neben der Ware auch Motorräder unterzustellen. Klassische US-Cars wie ein 55er Cadillac Convertible oder Hot Rods aus den Dreißigerjahren werden als Spaßgeräte oder Werbeträger eingesetzt. Denn Dock66-Inhaber Frank hat nicht nur Motorräder zur Passion, sondern auch US-Cars. So startet ab 2005 ein superschneller Chevy Bel Air mit Blower unter der Flagge von Dock66 auf dem Dragstrip. 2015 folgt ein weiterer, vorläufig letzter Umzug zurück in den Ort der Gründung von Dock66, nach Duisburg. »Zurück ins Detroit des Westens«, lacht Frank. Die stattliche, achthundert Quadratmeter große Halle, eine ehemalige Großbäckerei im Stadtteil Neudorf, erlaubt es, die eigenen Fahrzeuge zu parken und zu restaurieren, ob Triumph-TR6-Chopper, AME-BMW oder Harley-Davidson Softail. 

Vor allem aber bietet sie alle Möglichkeiten für einen modernen Online-Versandhandel – mit riesiger Lagerfläche, zeitgemäßer Versandabteilung und fortschrittlichen, vernetzten Büros. 2017 wird die eigene Bekleidungslinie Dock66 Riding Gear eingeführt. Dock66 investiert kräftig in den Warenbestand, in Produkterweiterungen und in Energieerzeugung per Solartechnologie. Damit ist das Team kompetent aufgestellt. Nahezu alle Artikel aus dem Onlineshop sind auch auf Lager. Denn bei Dock66 weiß man: Wer verkaufen möchte, muss die Ware auch vor Ort haben.

Info
www.dock66.de 
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Stand:09 December 2019 14:07:27/szene/history+dock66+-+ein+deutscher+chopperpionier_191008.html Warning: fopen(cache/2da9637a31272cd9b3c4b511293e1672.html): failed to open stream: No such file or directory in /var/www/vhosts/tools.huber-verlag.de/httpdocs/files/trunk/Bootstrap3/files/templates/index_template.inc on line 160 Warning: fputs() expects parameter 1 to be resource, boolean given in /var/www/vhosts/tools.huber-verlag.de/httpdocs/files/trunk/Bootstrap3/files/templates/index_template.inc on line 161 Warning: fclose() expects parameter 1 to be resource, boolean given in /var/www/vhosts/tools.huber-verlag.de/httpdocs/files/trunk/Bootstrap3/files/templates/index_template.inc on line 162 Warning: chmod(): No such file or directory in /var/www/vhosts/tools.huber-verlag.de/httpdocs/files/trunk/Bootstrap3/files/templates/index_template.inc on line 163