Art and Wheels 2015 – Kunst und Karren

Text: Katharina Weber  |   Bilder: Benjamin Grna
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Art and Wheels 2015 – Kunst und Karren
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Größer, höher, weiter? Nicht auf der Art and Wheels, die 2015 erstmals in Basel stattfand – und durch Qualität statt Quantität zu punkten versuchte. Ein Rückblick
Rund eineinhalb Jahre hatten die Veranstalter getrommelt, da machten sie zum ersten Mal auf ihr Event aufmerksam. Basel sollte eine eigene Customveranstaltung bekommen, nicht verwunderlich, wenn man bedenkt, wie aktiv die Schweizer Szene ist.
Und das, obwohl die staatlichen Regularien dort nochmal eine ganze Ecke strenger sind als bei uns, gerade was alte Bikes angeht. Und die sollten auf der »Art and Wheels« im Mittelpunkt stehen. Klar, denn die Veranstalter Mario, Vinzenz und Lukas kommen aus der Oldschool-Szene, setzen auf Handarbeit statt Massenware, auf Custombikes als Kunstobjekt.

Art and Wheels 2015 – Kunst und Karren

Genau das machte den Unterschied zwischen der »Art and Wheels« und einer normalen Bikerparty, denn die Veranstalter in Basel erdachten das Konzept einer Kunstausstellung mit Motorrädern als Hauptthema. Das mag gewöhnungsbedürftig sein, neu ist es nicht. Die Brooklyn Invitational macht schon seit einigen Jahren genau das vor, auf anderen Veranstaltungen in den USA wird der Ansatz ebenfalls aufgegriffen, das Wheels and Waves in Biarritz setzte ebenfalls von Beginn an auf mehr als nur Motorräder und auch in Deutschland auf der Choppertown Nation Show bewunderten wir schon gerahmte Fotos aus der Bikerkultur neben den eigentlichen Custombikes. 

Und so fand auch die Art and Wheels passenderweise in einer Kunstgalerie, dem Projektraum M54 mitten in einem Baseler Hinterhof statt. Bilder an den Wänden, zwölf ausgewählte Motorräder mit viel Raum dazwischen wie Kunstobjekte in Szene gesetzt, Eintritt kostete das Ganze nicht. Es gab sicher die, die nach weiter Anreise enttäuscht waren, eine derart kleine »Bikeshow« vorzufinden. Aber das deutsche Szene-Urgestein Steve Schneiderbanger – er war mit uns nach Basel gefahren – fällte sein Fazit schnell: »Wenn diese zwölf Bikes die richtigen sind, dann stört es mich nicht.« Und das waren sie wahrlich, denn die Motorräder brachten Schweizer Customkunst von CCCP, Hardnine Choppers, Fat Attack, Moto Senn oder Britalmoto zusammen mit internationalen Bikes von Le Beef aus Schweden oder W&W aus Deutschland.

Art and Wheels 2015 – Kunst und Karren

Ebenso wuchtete die internationale Gästeliste der Veranstaltung: die US-Topfotografen Michael Lichter und Josh Kurpius stellten ihre Bilder aus, Yaniv Evan von Powerplant Choppers und Scott Jones von Noise Cycles repräsentierten die US-Umbau-Szene – wenn auch ohne eigene Bikes, was wir als Motorradmenschen immer ein bisschen schade bei derartigen Events in Europa finden. Dazu gesellten sich Urgesteine wie Lowbrow-Ikone Blaster aus Italien oder Mooneyes-Eigner Shige Suganuma und viele nationale und internationale Customizer, Künstler und Szenegänger, eine bunte Mischung. Wie auf vielen Events üblich wurden die Parkplätze zum Magneten. So standen mitten in der Baseler Innenstadt auf einmal ein paar hundert Bikes, schöne Kisten dabei.
Und hier blieb auch jede Menge Zeit für gute Gespräche, neue Freunde, alte Bekannte und ordentlich Fachsimpelei, am Ende wohltuend erholsam, wo doch auf den großen Events genau dafür manchmal der Raum fehlt. 

Art and Wheels 2015 – Kunst und Karren

Noch einer freute sich richtig: Tilo war auf seinem Shovel-Chopper auf Achse aus dem Allgäu angereist und durfte sein Bike am Ende in der Gallerie platzieren. Zwei Plätze dort waren nämlich für Besucherbikes reserviert. Thilos Chopper gewann den »Best of Show«-Preis der Art and Wheels und damit einen der Plätze. Der zweite ging an Max Schneiderbanger, ebenfalls aus Deutschland. Seine Panhead war den Veranstaltern den »Best Special«-Pokal wert. Max’ Panhead kennt ihr aus unserem Magazin schon, Tilos Shovel zeigen wir euch direkt im Anschluss an diesen Artikel.

Info
www.artandwheelsbasel.de
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Stand:22 September 2018 13:54:34/szene/art+and+wheels+2015+-+kunst+und+karren_18711.html