Das Sheikh-Projekt

Text: Frank Sander  |   Bilder: Frank Sander
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Das Sheikh-Projekt
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Daß die Männer im nahen Osten schon länger auf den Geschmack von guten Bikes, Dragstern und Autos gekommen sind, ist kein Geheimnis
Dass auch umgebaute Motorräder in den Fokus der reichen Männer gerückt sind, daran ist Nasser Taqi, Veranstalter der Customshow Emirates, nicht ganz unschuldig. Folglich ist er es auch, der den Auftrag bekommt, ein geeignetes Bike für Sheikh Marwan bin Rashid al Mualla, seines Zeichens Scheich von Umm Al Quain, bauen zu lassen. Und weil auch der deutsches Handwerk hoch zu schätzen weiß, geht der Auftrag zum Bau eines fahrbaren Showbikes nach Deutschland.

Das Sheikh-Projekt

Michael Naumann, anerkannter Bikebuilder, bekommt den Zuschlag zum Bau des »Sheikh Projects«. Da der TÜV in den Emiraten nicht relevant ist, fertigt Michael einen extrem schlanken Rahmen an und konstruiert die Motorhalterungen für einen H-D-Evolution-Motor, ein wartungsarmer Antrieb ist einer der gesetzten Wünsche. Die Felgen werden aus Rohlingen gefertigt. Eine eigene Gabel mit Airride und konischen Gabelrohren samt Gabelbrücke wird angefertigt und eine Einarmschwinge gebaut, die trotz des 30-Zoll-Hinterrades sehr schmal gehalten ist. Der Tank entsteht zweiteilig, Heckfender, Sitzhalterung und Spoiler sind Naumann’sche Eigenbauten. Um das Motorrad clean zu halten, dient der Rahmen als Ölreservoir und die vollständig funktionierende Elektrik mit Licht, Blinkern und Airride verschwindet unter dem Sitz und hinter dem Getriebe. Als Bremse kommt vorn eine Müller Bremse zum Einsatz, hinten werkelt eine K-Tech Bremse, die vollständig gecovert wurde. Für den Auspuff holt sich Naumann das V-Team ins Boot, um eine perfekte Linie zu bekommen. Selbst die Auslässe werden im Radius passend zum Rahmen gestaltet.

Die Lackierung wird von Danny Schramm aus Hamburg übernommen, der für das Projekt eigens einen Farbton mit dem Namen »Sheikh Desert« mischen lässt.

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Stand:17 December 2018 20:26:53/motorrad/das+sheikh-projekt_181204.html