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Inhalt 8/2019

CUSTOMBIKE 8-2019

Inhaltsverzeichnis
CUSTOMBIKE 8-2019


BIKES

Harley Street Bob
Satte Performance für den V2

Suzuki Bandit
Das härteste Dreirad der Szene

Yamaha XS 650a
Eigenbau-Bobber im Starrrahmen

Harley Panhead
Vorzeige-Chopper aus Spanien

Honda CX 500
Güllepumpe im Budget

Norton Atlas
Klassiker auf seltener Basis
    
AME-Mofa
Chopperzwerg mit Zündapp-Antrieb

Yamaha RD 350
Zweitakt-Ikone vom Youngster

Harley V-Rod
Der Wolf im Schafspelz


TECHNIK

Big Wheels
Der Umgang mit großen Rädern 

Frau Reuter Spezial
Wenn sich der Tester in ein E-Bike verliebt


SZENE

Show me your Garage
Lebenstraum von Motorradverrückten

Abstecher – weites Land
Wie drei Jungs die Freiheit auf dem Motorrad fanden


HEIMAT

Editorial
Wettergelaber

Motormoment
Schattenplatz

Anlasser
R nineT ganz luftig

Termine
Messen, Shows und Partys

Detailverliebt
Esox Lucius

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Custombike frei Haus

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Kurz und fündig

Motormensch
Der Rennleiter

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Infos rund ums Heft

Editorial 8/2019

Es ist so weit, ich schreibe ein Editorial übers Wetter. Eigentlich wollte ich genau das niemals tun, denn wer übers Wetter spricht, hat offensichtlich nichts mehr anderes zu sagen. Aber ich beobachte zunehmend, dass selbst gestandene Jungs sich von Wettervorhersagen beeinflussen lassen. Und weil ich das selten doof finde, juckt es mich halt in den Fingern. 
Auslöser war mein eigener Typ. Sitzt der doch neulich so im Garten, in der Hand sein Handy mit geöffneter Wetter-App und sagt zu mir: »Weiß nicht, ob ich aufs Treffen fahren soll, soll regnen.« Wohlgemerkt, er sprach von einem Treffen, das zwei Wochen später stattfinden sollte. Ich guck ihn an wie ein Auto, nehm einen tiefen Schluck aus dem Pastis-Glas und frage mich, ob das wirklich der Typ ist, der Moped fährt, seit er vierzehn ist, der mit der 125er bei hoher Schneelage durch die Alpen gegondelt ist, der genau weiß, wie man eine Regenhose in Rekordzeit anzieht, weil er es schon hunderte Male machen musste, und der zahllose Autobahnbrücken von unten kennt, weil er unter ihnen ausgeharrt hat, bis der Sturm sich verzogen hatte. Richtig lustig wirds übrigens, wenn vier Apps unterschiedliche Vorhersagen machen und er und seine Jungs sich nicht entscheiden können, welcher sie glauben sollen. Das endet dann gern in einem endlosen BingBing in seinem Handy, weil die Whats-App-Gruppe zur geplanten Ausfahrt überflutet wird von Vorhersagen, Abwägungen und reichlich Gejammer – aber Hauptsache, alle haben »Oldschool« auf ihrem T-Shirt stehen.

Motorradfahren ist pure Freiheit, ist Leidenschaft – das scheint aber gelegentlich da zu enden, wo wetter.com die Bühne betritt. Als Meteo-Terror bezeichneten das jüngst italienische Hoteliers und Gastronomen, die einen Umsatzeinbruch erlitten, weil schlechtes Wetter angesagt war und Touristen nicht kamen. Dabei weiß doch jeder, dass Wetter erstens nicht änderbar und zweitens kaum zuverlässig vorhersagbar ist. Noch schlimmer kann es für Veranstalter enden, die ein Jahr Planung in ihr Event gesteckt haben und dann auf einem leeren Platz stehen, weil es ja gewittern könnte. Und selbst wir müssen gestehen, dass wir schon mal einen Fototermin kurzfristig abgesagt haben, weil der Kollege meinte, es würde gleich richtig schütten – hatte sein Regenradar im Handy nämlich angezeigt. Geregnet hat’s dann übrigens gar nicht und wir haben uns mächtig geschämt. Tatsächlich sind das dann die peinlichen Momente, während die Fahrten durch den Regen die sind, die im Gedächtnis bleiben. 

Ich erinnere mich da zum Beispiel an einen Trip durch Schweden mit ein paar Chopperjungs. Es hat gegossen wie aus Eimern, dank fehlender Schutzbleche an den Bikes wurde das Wasser schwallweise in die Gesichter der Fahrer gespült, alle waren nass bis auf die Knochen und trotzdem haben sie gegrinst über beide Backen, als wir abends getrocknet vorm Feuer in einer Hütte saßen. Wenn sich diese alte Gang heute trifft und über den Trip damals sinniert, dann ist es vor allem diese Fahrt, die im Gedächtnis geblieben ist. Ähnliches haben sicher auch die drei Jungs zu berichten, die ein echtes Abenteuer gewagt haben: Mit dem Moped durch die Mongolei – ohne Ballast, aber mit der Natur und ihren Gewalten. Über dieses einzigartige Erlebnis berichten sie ab Seite 90 in dieser Ausgabe. Und fast könnte man ein bisschen neidisch werden, wenn man sich im Hamsterrad aus Wetter-Apps, Regenradar, Navigationssystemen und Hotelbuchungen ein Jahr im Voraus bewegt, weil man vergessen hat, wie abenteuerlich und frei Motorradfahren eigentlich sein kann.
Die Geschichte mit meinem Typ ging übrigens folgendermaßen aus: Aufs Treffen ist er trotz aller Vorhersagen doch gefahren – und stand drei Tage im allerschönsten Sonnenschein. Er erwägt nun, die Wetter-App von seinem Handy zu löschen, »macht nämlich nur alles komplizierter«, meint er.

Abfahrt und Regenklamotten nicht vergessen,
meint Katharina Weber
im Namen des CUSTOMBIKE-Teams.
Topseller im Shop
Stand:20 August 2019 01:02:15/heft-abo/ausgabenarchiv/content-29286_40-29284_60.html Warning: fopen(cache/e318198d7bdf6f7610a05a86577676d9.html): failed to open stream: No such file or directory in /var/www/vhosts/tools.huber-verlag.de/httpdocs/files/trunk/Bootstrap3/files/templates/index_template.inc on line 160 Warning: fputs() expects parameter 1 to be resource, boolean given in /var/www/vhosts/tools.huber-verlag.de/httpdocs/files/trunk/Bootstrap3/files/templates/index_template.inc on line 161 Warning: fclose() expects parameter 1 to be resource, boolean given in /var/www/vhosts/tools.huber-verlag.de/httpdocs/files/trunk/Bootstrap3/files/templates/index_template.inc on line 162 Warning: chmod(): No such file or directory in /var/www/vhosts/tools.huber-verlag.de/httpdocs/files/trunk/Bootstrap3/files/templates/index_template.inc on line 163