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Inhalt 9/2018



CUSTOMBIKE 9-2018
INHALT


BIKES
Revolution!
Die Harleys der Zukunft

Harley-Retro-Chopper
Softail im VG-Starrrahmen

Yamaha TR 1
Cafe Racer für Straße und Kneipe

Triumph T 120
Garstiger Bobber mit Allüren

Honda VT 600
Full Metal Jacket für Hondas Kleine

Honda CM 400
Spaßgerät für kleine Kohle
    
Moto Guzzi V9
Vom Zeichenbrett auf die Straße

Harley Shovelhead
Der Liebling der Leute


SZENE
Custombike Summer Days
Wir feiern unser erstes Sommerevent in Mannheim

Show me your Garage
Was es mit dem Hype um Community-Garagen auf sich hat

Born Free Kalifornien
Die zehnte Auflage der Megashow


TECHNIK
Technik-Tipp
Werkstattausrüstung für Einsteiger

Frau Reuter Testet
Altes Werkzeug im neuen Look: Der Winkelschleifer


HEIMAT
Editorial
Status: Custombike

Motormoment
Custom Summer

Anlasser
Pressure Drop

Recht und Info
Stillgelegt, was nun?

Termine
Messen, Shows und Partys

Detailverliebt
Cloud Number Nine

ABO
Custombike frei Haus

CB-Wettbewerb 2018
Alle mitmachen

Schaufenster
Neue Moped-Produkte

Kleinanzeigen
Gesucht-gefunden

Anzeigenindex
Kurz und fündig

Motormensch
Der Macher

Vorschau | Impressum
Infos rund ums Heft

Editorial 9/2018

»Warum kauft man sich ein unter Umständen teures Originalmotorrad und steckt dann nochmal einen Haufen Geld rein, um es umzubauen? Von Zeit und Arbeit mal ganz abgesehen.« Das war die Frage, um die sich neulich bei einer kleinen Zusammenkunft von guten Freunden eine längere Diskussion drehte. Gerade die anwesenden Damen konnten nicht verstehen, warum man zum Beispiel eine 20.000 Euro teure Harley nicht einfach so lässt wie sie ist. Schließlich müssten eine Rolex oder ein Louis-Vuitton-Handtäschchen ja auch nicht modizifiziert werden, um wirklich cool zu sein, warum dann also ausgerechnet ein Motorrad. Die Männer am Tisch versuchten sich in allerhand Erklärungen, so richtig fruchtete das aber nicht. Schließlich endete das interessante Gespräch mit einem resignierten »ihr versteht das einfach nicht!« in Richtung der Mädels.

Die Frage ging mir trotzdem noch eine Weile nach, ich stellte sie morgens im Büro erneut: Warum ausgerechnet Motorräder und nicht Uhren oder andere Statussymbole. Tatsächlich hatte unser Layouter Ralf eine sehr einfache Antwort parat: »Der Kauf einer Louis-Vuitton-Handtasche ist die primitivste Art zu zeigen, dass man Geld hat. Der eigenhändige Umbau eines Motorrades ist die eindrucksvollste Art zu zeigen, dass man Feuer machen kann, männliche Urinstinkte voll befriedigt.«

So wird der Alltagsgegenstand Motorrad erst durch den Umbau zum Statussymbol und weist den Erbauer als geschmackvoll, stylisch oder handwerklich geschickt aus, im Idealfall als alles zusammen. Und ein Motorrad hat er als Basis für sein Tun gewählt, weil Mopedfahren eben schon von Haus aus männlich, cool und unangepasst ist. Auf einem Custombike potenzieren sich diese Attribute. Ich bin voll zufrieden mit der gefundenen Antwort auf die eingangs gestellte Frage. Sagt uns gern, ob ihr das genauso seht.

Besonders stolz sind wir in diesem Zusammenhang mal wieder auf euch. Zu unserem traditionellen CUSTOMBIKE-Wettbewerb habt ihr uns die Bilder und Daten eurer Bikes geschickt. Einhundert dieser »Statussymbole« zeigen wir euch ab Seite 69 in diesem Heft. Wie gewohnt ist so ziemlich alles dabei, was Basis und Stil der Motorräder angeht. Gemein ist aber allen eines: Geschraubt in der eigenen Garage mit eigenen Anstrengungen und sicher auch Entbehrungen oder Frustmomenten. Und das alles ohne ständigen Blick auf die Rolex.

Unsere Leser rufen wir auf, den Teilnehmern ihren Respekt zu zollen und sich rege an der Wahl zum Leserbike des Jahres zu beteiligen – und natürlich dazu, weiter an Bikes und Mopeds zu schrauben und so den Status Custombike aufrecht zu erhalten.

mit herzlichen Grüßen,
Katharina Weber
im Namen des CUSTOMBIKE-Teams
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Stand:22 September 2018 13:17:54/heft-abo/ausgabenarchiv/content-27378_40-27379_60.html