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INHALT 8/2015



CUSTOMBIKE 8/2015

BIKES

Harley-Davidson Panhead: Projektbike zum Thunderbike-Jubiläum
Yamaha MT-07: Shinya Kimuras »Faster Son«
Honda VT 600 Shadow: Heavy Metal flachgelegt
BMW R Nine T: AC-Schnitzer-Roadster im CUSTOMBIKE-Fahrtest
Honda CX 500: Die Güllepumpe von Profidesigner Sacha Lakic
Harley-Davidson Shovelhead: Warum ein Chopper das bessere Motorrad ist
BSA M20: Zähe Militärmaschine im zivilen Einsatz
SCS-Custombike: Invincible mit RevTech-125-Power-V2
Kawasaki Z 400: Low-Budget-Umbau an Kawas Paralleltwin
Harley-Davidson Chopper: The Cut Rate gewinnt die Born Free 2015

TECHNIK
Garage Moto Guzzi: Werkskits für die V7-Modelle
Triumph-Projektbike: Fertigstellung des Royal Racers
Kunststoff Kleben: Ratgeber zur Reparatur von Bodyparts
Frau Reuter testet: Helm auf beim Bücherlesen

SZENE
Biarritz: Mit dem Bobber zur Wheels and Waves
Hamburg: Harley Days mit Blaulicht
Bottrop: Honky Tonk ist wieder da
Kalifornien: Top-Event Born Free

RUBRIKEN
Editorial: Polizeieinsatz
Motormoment: A helping hand
Anlasser: Infos kompakt
Termine: Treffen und Partys
ABO: Custombike frei Haus
Leserbriefe: In eigener Sache
Kleinanzeigen: Gesucht-gefunden
Anzeigenindex: Kurz und fündig
Schaufenster: Mad-Max-Honda
Motormensch: Hochseildynastie

Editorial 8/2015



Gerade schlenderten wir noch fröhlich über die Harley Days in Hamburg, doch plötzlich fanden wir uns im grün-weißen Klammergriff wieder

»Wir sind ein durch und durch positiv denkendes Magazin. Wir feiern Kradkultur, Typen wie uns und gute Motorräder. Wir gondeln über die Treffen dieser Welt, sind immer für ein gutes Gespräch zu haben und pflegen einen engen Draht zu unseren Lesern. Und wer uns schon mal persönlich getroffen hat, der weiß, dass wir auch einer ordentlichen Party nicht abgeneigt sind. Wir sind quasi die Friede-Freud-Eierkuchen-Fraktion unter den Motorradmagazinen. Trotz aller Lässigkeit machen wir aber natürlich einen professionellen Job und verstehen uns als Chronisten unserer Szene. Und die haben nun mal die Aufgabe, auch unangenehme Nachrichten zu übermitteln.
Wie jedes Jahr nahmen wir auch 2015 an den Hamburg Harley Days teil, übernahmen wie immer den Juryjob auf der Bikeshow, hatten eine gute Zeit zwischen Michel und Reeperbahn. Wenn da nicht diese massiven Polizeikontrollen das Bild getrübt hätten. Okay, wir kennen derlei Brimborium von der European Bike Week am Faaker See und aus Bayern sowieso. Aber in Hamburg hatten wir das vorher in diesem Ausmaß noch nie erlebt. Reihenweise wurden Motorradfahrer dort zum Beispiel an Tankstellen abgefangen, die Biker muss-ten von Polizeimoppeds eskortiert zu den Kontrollpunkten fahren. Dort standen die grünen Minnas in Reih und Glied, hätten wir es nicht besser gewusst, hätten wir Hooliganausschreitungen oder Mai-Demos in der Hansestadt vermutet. Ja, das ist alles legal und ja, manche Motorräder sind extrem zu laut und brandgefährlich gebaut, aber was in Hamburg abging, wirft schon die Frage auf, ob die Aktion dort verhältnismäßig war. Denn hier ging es um weit mehr als um ein paar zu laute Bikes. Da wurden Blinker kontrolliert, Lichtanlagen, Kennzeichenhalter, grundsätzlich einfach alles. Auf die passende Spitze trieb es die Online-Ausgabe der »Zeit« in ihrem Artikel zur Veranstaltung, wir zitieren: »Die Invasion der Orks beginnt schon am Donnerstagabend, mit einem entfernten Röhren. Sie vermehren sich schnell, aus dem entfernten Röhren wird ein Chor aus tausend Rohren, die ihren Zweck erfüllen: Sie geben dem Fahrer das Gefühl, lebendig zu sein. Sie markieren Stärke. Sie schüchtern ein. Wo sie auftauchen, riecht es nach Tankstelle.«
Natürlich schmecken Veranstaltungen wie die in Hamburg nicht jedem Anwohner, aber das Schreckgespenst des Bikertums sollte doch schon eine Weile vorbei sein. Da beweisen andere Veranstaltungen – nicht nur in der Motorradszene – mehr Feingefühl im Zusammenspiel zwischen Behörden, Einheimischen und Gästen. 235000 Besucher vermeldeten die Behörden in Hamburg nach der Veranstaltung, davon 50000 Biker mit Motorrad. Das Fazit der Kontrollen am ersten Veranstaltungsabend lautete folgendermaßen: 97 kontrollierte Motorräder, an 51 davon waren Umbauarbeiten durchgeführt worden, wiederum dutzende davon wiesen Mängel auf, und ein Bike sei definitiv zu laut gewesen. Tja, es ist so eine Sache mit der Verhältnismäßigkeit.

Lasst euch die Laune nicht vermiesen, rät
Katharina Weber
im Namen des CUSTOMBIKE-Teams
Topseller im Shop
Stand:20 July 2019 17:46:43/heft-abo/ausgabenarchiv/content-20544_40-20545_60.html?s=4