Yamaha SR 500 – Stonehill Jumper

Text: Christian Heim  |   Bilder: Benjamin Grna
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Yamaha SR 500 – Stonehill Jumper
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Die kleine SR500 von Yamaha wird seit Jahren nicht mehr gebaut, der Nachfolger SR400 im Zuge der Euro-4-Norm eingestellt. Umso wichtiger, dass Scheunenfunde wie Günters SR wieder auf die Straße gebracht und aus ihrem Schattendasein befreit werden
Youngtimer stehen bei Motorradliebhabern inzwischen hoch im Kurs. Auch bei Günter. Er steht auf die Bikes der 70er und 80er Jahre. Seit seinem zwölften Lebensjahr ist der Österreicher mit dem Motorradvirus infiziert.

Ankicken ist Pflicht, auch wenn der Einzylinder nicht gerade ein Kraftwerk ist

Seine erste Maschine, eine Puch Maxi, baut er sofort zum Chopper um. Mit achtzehn erfolgt der Umstieg zu den »Großen«. Die erste Richtige wird eine Yamaha XT 250. Dann folgt: »Alles, was zwei Räder hat. Aber mein Herz schlägt noch immer für alte Japaneisen. Das sind eben Bikes, für die man keinen Laptop braucht, um irgendwelche Einstellungen vorzunehmen oder Teile zu reparieren.« Nur ein Motorrad fehlt in seiner Sammlung noch. Eines, das seiner Meinung nach genau richtig für die kurvenreichen und bergigen Straßen Österreichs ist: eine Yamaha SR500.

Der Fund der knuffigen SR beendet die Suche nach einer vernünftigen und vor allem bezahlbaren Umbaubasis. Auch in Österreich klettern die Preise für den Eintopf aus Iwata, da kommt der Tipp eines Freundes genau zum richtigen Zeitpunkt. Bei der Besichtigung entpuppt sich die Yamaha als waschechter Scheunenfund. Mehr als zehn Jahre fristet die »Alte Lady«, wie Günter sie liebevoll nennt, ihr Dasein in einer alten Scheune, bis sie aus ihrem Dornröschenschlaf erweckt wird. »Für mich war es Liebe auf den ersten Blick und ich hab die Schönheit erstmal zu mir nach Hause geholt. Dort habe ich die Yamaha zerlegt und mir Gedanken gemacht, in welche Richtung der Umbau überhaupt gehen soll.«

Yamaha SR 500 Lowbudgetumbau

Nach ein paar Bierchen war schnell klar, was aus »Dornröschen« werden sollte, und der »Stonehill Jumper«, wie die Yamaha fortan nun gerufen wird, war geboren. Der Tank ist das erste Umbauopfer, doch der Aftermarket gibt nicht allzu viele Teile von der Stange her. Also schafft Günter einen Rohling an, modifiziert ihn, bis er auf das Rahmenoberrohr passt. Auch den Sitz baut er selbst, obwohl dieser, wie er unumwunden zugibt, alles andere als tourentauglich ist. Dafür passt die schlanke Linie nun wesentlich besser zur neuen Optik des Bikes.

Der Rahmen wird abgespeckt, von allen möglichen Haltern und unnützem Kram befreit und anschließend pulverbeschichtet. Die Elektrik packt Günter unter den Sitz, bevor er sich dem Herz der Yamaha widmet. Zusammen mit einem Freund baut er den Motor aus, zerlegt ihn und erneuert Verschleißteile wie Lager, Kolben und Dichtungen. Damit der Einzylinder auch in Zukunft zuverlässig seinen Dienst verrichten kann, bekommt er eine Doppelschmierung spendiert. Aufgrund von Ölmangel wird er wohl niemals in die ewigen Jagdgründe gehen, versichert Günter.

Yamaha SR 500 Lowbudgetumbau

Auch bei den Rädern müssen die Seri­­en­­teile weichen. Die werksseitig verbauten Gussräder werden durch bildschöne Speichenräder ersetzt und hinten mit einem Stollenreifen von Heidenau bestückt. Vorn übernimmt ein klassischer Avon ­Speed­master MK II den Bodenkontakt, passend zum Look eines Flat- beziehungsweise Streettrackers, wie Günter anmerkt. Beim Heckumbau selbst bedient er sich bei Kedo, andere Teile wie den seitlichen Kennzeichenträger schießt er sich bei einer eBay-Auktion.

Kostengünstig ist auch die minimalistische Lackierung, die er selbst ausführt. Überhaupt legt Günter sehr viel wert auf Eigenleistungen, kauft nur dann hinzu oder vergibt Fremdarbeiten, wenn es unbedingt erforderlich ist. Probleme tauchen während des gesamten Umbaus so gut wie nicht auf. »Zuverlässige Japantechnik eben.« Unterm Strich stellt sich Günter auf diese Art mit knapp kalkulierten zweieinhalbtausend Euro sein Wunschbike auf die Räder. »Ich denke, es muss nicht immer ein sauteures Custombike sein, das 30.000 Euro oder mehr kostet, um die Blicke auf sich zu ziehen.«

Yamaha SR 500 Lowbudgetumbau

Am Gasgriff
Scheunenfunde sind so eine Sache für sich. Nicht immer ist die Basis noch so gut erhalten, dass ein Aufbau auch finanziell im Rahmen bleibt. Bei dieser SR500 hat es sich gelohnt. Die kleine Yamaha bereichert nun Österreichs Straßen und bereitet ihrem Besitzer jeden Tag Freude. Es lebe der Einzylinder!

Technische Daten
Yamaha SR 500
Bj. 1983
Besitzer und Erbauer: Günter P.

Motor
Einzylinder-Viertakt, ohc-Zweiventiler
499 ccm (Bohrung/Hub 87 x 84 mm)

Luftfilter: DNA
Vergaser: Mikuni, neu aufgebaut
Auspuff: Sonderanfertigung
Getriebe: Fünfgang
Sekundärtrieb: Kette
Leistung: 33 PS bei 6600 /min
Drehmoment: 36 Nm bei 6500 /min

Fahrwerk
Stahlrohrrahmen

Gabel: Teleskopgabel, original
Federbeine: Louis
Räder: vorn 3,50 x 19 Zoll, hinten 4,0 x 18 Zoll
Reifen: vorn Avon Speedmaster MK II,     hinten Heidenau
Bremsen: vorn Einscheibenbremse, hinten Trommelbremse

Zubehör
Tank: Dock66, modifiziert
Lenker: Puch
Schutzblech: vorn Sportster, modifiziert
Heck: Kedo
Felgen: gebraucht, eBay
Speichen: Niro
Rücklicht: Rizoma 3-in-1-Kombi
Fußrasten: Kedo
Tacho: Dock66
Lack: selfmade

Metrie
Leergewicht: 169 kg
Radstand: 1400 mm
  Teilen
Topseller im Shop
Stand:09 December 2019 13:40:32/bikes/yamaha+sr+500+-+stonehill+jumper_171005.html Warning: fopen(cache/9f9ecd80d4a3602bb1927f92f5f1ae74.html): failed to open stream: No such file or directory in /var/www/vhosts/tools.huber-verlag.de/httpdocs/files/trunk/Bootstrap3/files/templates/index_template.inc on line 160 Warning: fputs() expects parameter 1 to be resource, boolean given in /var/www/vhosts/tools.huber-verlag.de/httpdocs/files/trunk/Bootstrap3/files/templates/index_template.inc on line 161 Warning: fclose() expects parameter 1 to be resource, boolean given in /var/www/vhosts/tools.huber-verlag.de/httpdocs/files/trunk/Bootstrap3/files/templates/index_template.inc on line 162 Warning: chmod(): No such file or directory in /var/www/vhosts/tools.huber-verlag.de/httpdocs/files/trunk/Bootstrap3/files/templates/index_template.inc on line 163