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MB Cycles Rust and Dust - oder wie man mit wenig viel macht

Text: Christian Heim  |   Fotos: Carsten Heil

MB Cycles Rust and Dust - oder wie man mit wenig viel macht 
MB Cycles Rust and Dust - oder wie man mit wenig viel macht 
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MB Cycles Rust and Dust - oder wie man mit wenig viel macht 
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MB Cycles Rust and Dust - oder wie man mit wenig viel macht

MB Cycles Rust and Dust - oder wie man mit wenig viel macht
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Vor einer gefühlten Ewigkeit haben wir den Heidelberger Customizer Martin Becker von MB Cycles während der Erlebnis-Motorrad-Messe abgelichtet. Martin hatte damals eine minimalistische Yamaha SR 500 im Gepäck und hat das Ding auf dem Mannheimer Maimarkt-Gelände ordentlich hergedroschen …
Die Yamaha SR 500 genießt schon lange Kultstatus. Ihr Ruf ist exzellent und nur zu gerne wird sie als Basis für Umbauten aller Art genommen. Ob als Café-Racer, Chopper oder Bobber, die SR musste schon alle Stile ertragen. 
Mit einer alten SR 500 an der Hand stellt sich dann auch die Frage in welche Richtung ein Umbau gehen soll: „Als Scrambler sieht man sie nicht oft.“, dachte sich Stefan Wetzel und wandte sich an MB Cycles in Heidelberg. Die hatten schon einmal eine SR 500 verwandelt. Als „The Duke“ wurde sie damals geadelt. Abgespeckt und mit Stollenreifen versehen, versprach sie großen Fahrspaß. So sollte auch das Bike von Stefan werden, nur etwas „verratzter“, erinnert sich MB-Chef Martin Becker, aber technisch einwandfrei. 

Rust-and-Dust-Yamaha von MB Cycles aus Heidelberg

Das erste Opfer wurde der Tank, der einem alten von NSU weichen musste. Mit einem neuen Tunnel ausgestattet, sorgte er sofort für eine andere Linie. Dann war das Rahmenheck dran, das bis zu den Aufnahmepunkten der Stossdämpfer gekürzt wurde. Die bezog Martin günstig aus dem Zubehörhandel. Sie heben das Heck etwas an, um Platz für die 18 Zöller mit den Stollenreifen zu schaffen. Die Teileversorgung bei diesem Projekt gestaltete sich recht einfach, viele wurden gebraucht beschafft oder lagen in irgendwelchen Ecken unbenutzt herum. Der Heckfender war ursprünglich ein Frontfender, der entsprechend gekürzt wurde. Der tatsächliche Frontfender ist nur noch ein abgesägter Blechstummel, der andeuten soll, dass da mal mehr war.

Rust-and-Dust-Yamaha von MB Cycles aus Heidelberg

Untypisch auch die Wahl des Lenkers. Entgegen dem angestrebten Stil, waren sich Stefan und Martin einig, einen 30 cm Apehanger an die Gabel zu schrauben. Ein Stilbruch? Und wenn schon, der Sitzposition hat es nicht geschadet. Cooler sitzt keiner auf der SR 500. Ochsenaugenblinker zieren die Enden des Lenkers, den der Fahrer mit Mountainbike-Griffen sicher in den Händen hält. Der Spiegel fand seinen Platz mit einer selbstgefertigten Halterung an der Gabelbrücke. Minimalistisch auch die Elektrik. Um ein gecleantes Rahmendreieck zu bekommen, wurde die Batterie verbannt. Ein Eliminator, an dem Plus und Minus angeklemmt werden, ersetzte sie. Strom gibt es nur, wenn der Motor läuft, doch Flackern tut auch während der Fahrt nichts, nicht einmal bei eingeschaltetem Frontlicht. Rück- und Bremslicht übernimmt eine Leuchte von P&W, die an einem seitlichen Kennzeichenhalter montiert wurde.

Rust-and-Dust-Yamaha von MB Cycles aus Heidelberg

Einen E-Starter hat das Bike nicht, es gibt nur einen Kicker, um dem Motor Leben einzuhauchen. Schlägt das Herz der Yamaha dann, verleiht eine Trompete im Triumph-Stil in Verbindung mit einem Eigenbaukrümmer dem Ganzen eine saubere akustische Note. Ein bisschen Gewebeband zur Umwicklung, fertig. Mit wenig viel zu erreichen ist eine Kunst. Mit der „Rust and Dust“ hat Martin ein Spaß-Motorrad auf die Räder gestellt, das seinem Besitzer jede Menge Fun garantiert. 

Fazit
Man muss nicht allen Trends folgen. 
Mit Kreativität, ein paar Gebrauchtteilen und einem Schuss technischer Cleverness kann man selbst Trends setzen. Die SR 500 ist inzwischen schon ein Kultobjekt. Ihre einfache und robuste Technik macht sie zuverlässig und garantiert in der Regel ein langes Bike-Leben. Und dass Fahrspaß nicht nur an reinen Leistungsdaten hängt, muss sie längst nicht mehr beweisen. Hubraum ist eben manchmal doch zu ersetzen – und zwar durch geringeres Gewicht
KASSENSTURZ
Apehanger 30 cm Zubehörhandel 80,30 Euro
Griffe Mountainbike-Zubehör 28,99 Euro
Ochsenaugenblinker Zubehörhandel 39,00 Euro
Hinterradschwinge Yamaha XS 650 99,50 Euro
Federbeine Zubehörhandel 39,90 Euro
Felgen  Yamaha XS 650 99,95 Euro
Stollenreifen Pirelli 128,00 Euro
Bremsflüssigkeitsbehälter Zubehörhandel 48,90 Euro
Bremsarmatur Nissin 49,90 Euro
Stahlflexschläuche Zubehörhandel 35,50 Euro
Luftfilter K&N 49,00 Euro
Batterie-Eliminator Zubehörhandel 29,80 Euro
Minitacho Zubehörhandel 79,90 Euro
Scheinwerfer Zubehörhandel 49,50 Euro
Rücklicht P&W 24,90 Euro
Sitzbankbezug Sattlerei 100,00 Euro
  macht in der Summe bescheidene: 983,04 Euro
 

Technische Daten
Yamaha SR 500 | Bj. 1979
Besitzer: Stefan Wetzel | Erbauer: MB Cycles

Motor
Einzylinder-Viertakt, ohc-Zweiventiler, 499 ccm (Bohrung/Hub 87 x 84 mm)

Luftfilter: K&N
Auspuff: Triumph Replika
Krümmer: Eigenbau
Sekundärantrieb: Kette
Leistung: 34 PS bei 6.500 /min
Drehmoment: 34 Nm bei 4.500 /min
Höchstgeschwindigkeit: 140 km/h

Fahrwerk
Einschleifen-Stahlrohrrahmen
Lenker:    30-cm-Apehanger
Lenkerhalter: Serie
Schwinge: Yamaha XS 650
Räder: vorn 3.00 x 18“, hinten 3.00 x 18“
Bremsen: vorn Einscheibe, hinten Trommel

Zubehör 
Fußrasten: Suzuki
Blinker: Bulls Eye 
Rücklicht: P&W
Fender:    Eigenbau
Batterie: Eliminator

Metrie
Leergewicht: 135 kg
Radstand: 1420 mm

Info
MB Cycles
Hans Bunte Straße 6 
69123 Heidelberg
Tel 06221 7559823
www.mbcycles.de
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Stand:23 May 2019 09:43:42/bikes/mb+cycles+rust+and+dust+-+oder+wie+man+mit+wenig+viel+macht_175.html