Indian Scout Bobber – erster Fahreindruck

Text: Heinz Christmann  |   Bilder: Hersteller
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Indian Scout Bobber – erster Fahreindruck
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Mit der Scout Bobber könnte Indian ein großer Wurf gelungen sein – unser erster Fahrtest überzeugte uns schon mal
Triumph hat es mit dem überragenden Erfolg seiner Bonneville Bobber gezeigt – die Nachfrage nach gestrippten Bikes mit fast gleich großen schmalen Ballonreifen und Solositz scheint derzeit extrem groß. Indian folgt nun mit der Scout Bobber dem Trend, und die ist durchaus gelungen. Das liegt zum einen am Motor, der identisch mit dem der großen Scout ist. Der Zweizylinder bietet reichlich Druck und Drehfreude, lässt sich aber im niedertourigen Bereich auch gemütlich cruisen. Auch wenn nur 3000 auf der Uhr stehen, geht’s gut voran, darüber wird es richtig scharf. Das Aggregat macht annähernd bei jeder Drehzahl mit, im falschen Gang zu fahren ist da fast unmöglich. In Deutschland wird der Bobber gegenüber der großen Scout mit 95 (statt 97) PS angeboten. Das liegt daran, dass er nur so für den Führerschein A2 (bis 48 PS) umrüstbar ist.

Indian Scout Bobber – erster Fahreindruck

Beim ersten Aufsitzen spüren wir nur eine kurze Irritation. Die Fußrasten wurden im Vergleich zur Scout um 38 Millimeter nach hinten gelegt, im Gegenzug wanderte der Lenker deutlich vom Fahrer weg nach vorn. Daraus resultiert eine leicht aufgespannte Sitzposition, die aber durchaus eine gewisse Attacke-Mentalität hat. Nach 30 Kilometern hatten wir uns daran gewöhnt. Das stabile Fahrwerk, kombiniert mit zwei stählernen, verschraubten Oberrohren, ist identisch mit dem der Scout und macht praktisch alles mit. Allerdings haben die Entwickler der Bobber am Heck zugunsten der cooleren Optik mal eben 26 Millimeter Federweg geklaut. Schon die 76 Millimeter Federweg der Scout sind grenzwertig wenig, die 50 Millimeter der Bobber sind auf schlechter Wegstrecke echt hart für die Bandscheibe. Hier wäre es zu überlegen, Optik hin oder her, ob längere und bessere Stoßdämpfer nicht die bessere Wahl gewesen wären. Und wenn wir schon bei Kritik sind, auch beim serienmäßig verbauten Kennzeichenträger und der etwas lieblos angefummelten Fußrastenanlage würden wir nachbessern.

Abgesehen davon ist die Scout Bobber aber ein wirklich richtig geiles Gerät, Erfolg vorprogrammiert.

www.indianmotorcycle.de
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Stand:22 September 2018 13:16:04/bikes/indian+scout+bobber+-+erster+fahreindruck_171117.html