Honda CX 500 von Karl Renoult

Text: Katharina Weber  |   Bilder: Francois Richer
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Honda CX 500 von Karl Renoult
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Hondas CX 500 avanciert aktuell zum Liebling der Customizer, der Franzose Karl Renoult haut die wohl derzeit geilsten europäischen Sportumbauten raus. Nur eine Frage der Zeit, wann sich die Wege der beiden treffen würden
Nehmt das Wort Güllepumpe aus eurem Beleidigungswortschatz, ihr braucht es nicht mehr. Jahrelang musste die Honda CX unter der Häme leiden, die Comiczeichner Brösel einst gestartet hatte. Selbst wir müssen beschämt eingestehen, dass wir mitgelästert haben. Noch vor zwei Jahren, als unser Kollege Heinrich Christmann vom Harleymagazin DREAM-MACHINES uns sein zukünftiges Gülle-Projekt – mittlerweile fertig gebaut und sehr geil – vorstellte, überschütteten wir ihn mit Spott.

Heinz, es tut uns aufrichtig leid. Du als alter, weiser Mann hast uns Hipstern gezeigt, wo der Hammer hängt. Du hast gewusst, dass die Gülle kein Scheißeimer, sondern eine wunderbare Basis für außergewöhnliche Motorräder ist. Verzeihe uns Unwürdigen, wir werden uns selbst mit der neunschwänzigen Katze geiseln, noch ganz lange. Denn vor ein paar Monaten kam Designer Sacha Lakic um die Ecke, auch mit einer Honda CX, ebenfalls wunderschön. Wir hatten sie in unserer



Augustausgabe gezeigt. Und nun das, noch eine Honda CX, schöner als die Sonne in Japan jemals aufgehen könnte. Wer hätte sie besser bauen können, als der Customizer, der gerade die Welt mit den wohl auffälligsten Umbauten bombardiert. Danke Karl Renoult, denn spätestens jetzt ist es amtlich: 2015 ist das Jahr der Güllepumpen, wir sind dabei.

Dass Karl, der im französischen Nantes unter dem Label »Ed Turner Motorcycles« firmiert, früher oder später eine Honda CX in die Werkstatt bekommen würde, wusste er schon länger: »Wer die Augen aufmacht und sich in der Szene bewegt, dem muss klar sein, dass dieses Modell gerade eine Renaissance erlebt. Früher oder später würde ich auch so einen Auftrag bekommen, da war ich mir sicher«, erzählt er uns. Der Auftrag kam von seinem Kunden Kevin. Lange versuchte Karl ihn davon zu überzeugen, doch lieber eine Guzzi zu wählen … nichts zu machen, die Wahl stand fest. Also macht sich der Customizer auf die Suche, findet das passende Basisobjekt, in der Sportversion mit weniger als 30000 Meilen auf der Uhr.



Zurück in der Werkstatt reißt Karl das Bike auseinander und urteilt über das Bike genauso, wie es viele einst getan haben, »ich finde keine Wort, diese brutale Hässlichkeit zu beschreiben«, Karl beschließt nichts vom Original zu behalten, außer dem Motor und den Rädern. Alles andere designt der Querdenker neu. Zwar orientiert sich Renoult grob an den Formen des alten Chassis, verzichtet wie bei der Basis auf Unterzüge und setzt den Zweizylinder als tragendes Element ein. Das zentrale Oberrohr verläuft – anders als beim Original – kerzengerade und mündet rund ablaufend in ein zentrales Öhlins-Federbein, der zweite Teil des Rahmens umfasst die Motoraufhängungen und die Sitzbank-Konstruktion, die den späteren Cafe-Racer-Look schon fahrwerksseitig vorgibt.

Platz für eine knackige Underseat-Auspuffanlage ist da auch noch genug. Auch die Schwinge ist natürlich ein Ed-Turner-Produkt und wird wie die Gabel in Nantes gefertigt. Karl verwendet aber immerhin die Gabelholme einer Triumph Speed Triple, poliert diese auf Hochglanz. Die eigens gefertigte Gabelbrücke ist ein kleines Meisterstück, in der Renoult die alte, japanische Flagge wehen lässt. Ein Detail, das sich übrigens auch an der zurückgelegten Fußrastenanlage findet.



Als weiteres Highlight punktet der Tank. Aus vier Teilen setzt Karl das Spritgefäß mit seinem Freund Joe zusammen, es läuft mit seinen Einbuchtungen perfekt über dem Motor. Und bekommt als Höhepunkt Figuren aus der japanischen Mythologie verpasst. Vielleicht das Einzige, was Karl seinem Kunden Kevin, der ein großer Fan japanischer Mangas ist, zugesteht. Denn abgesehen davon entspricht die Honda nicht den Vorgaben des Kunden. »Ich habe mal wieder mein eigenes Ding gefahren, ich kann da nicht anders, das Risiko muss ich tragen. Wenn Kevin das Bike nicht gefällt, werde ich ihm wohl oder übel ein anderes bauen.« Wir sind zuversichtlich, das Karl keine Mehrarbeit hat, denn ehrlich, wer würde so einen Kracher nicht in der Garage haben wollen.

Info
www.edturner-motorcycles.com
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Stand:14 November 2019 20:14:42/bikes/hondas+cx+500_159.html Warning: fopen(cache/24623f49e565454e7780145c76a15edc.html): failed to open stream: No such file or directory in /var/www/vhosts/tools.huber-verlag.de/httpdocs/files/trunk/Bootstrap3/files/templates/index_template.inc on line 160 Warning: fputs() expects parameter 1 to be resource, boolean given in /var/www/vhosts/tools.huber-verlag.de/httpdocs/files/trunk/Bootstrap3/files/templates/index_template.inc on line 161 Warning: fclose() expects parameter 1 to be resource, boolean given in /var/www/vhosts/tools.huber-verlag.de/httpdocs/files/trunk/Bootstrap3/files/templates/index_template.inc on line 162 Warning: chmod(): No such file or directory in /var/www/vhosts/tools.huber-verlag.de/httpdocs/files/trunk/Bootstrap3/files/templates/index_template.inc on line 163