Harley-Davidson V-Rod – Nortrod

Text: Katharina Weber  |   Bilder: Hermann Köpf
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Harley-Davidson V-Rod – Nortrod
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Irgendwie dann doch schade, dass Harley seinen Powercruiser V-Rod nicht mehr baut. Vor allem, wenn Umbauten wie die rattenscharfe Rod von Black Ace Customs dabei rausspringen
Bisher hatte Matthias Granacher, Chef von Black Ace Customs in der Nähe von Freiburg, V-Rods nur mit dicken Hinterreifen verschönert. Normaler Kundenwunsch für Rod-Fahrer, um das Powerbike aus Milwaukee noch bulliger, kompakter und muskulöser zu gestalten. »Dabei steckt mehr in der V-Rod«, sagt Granacher – und zeigt den mächtigen Antriebsstrang in einer wunderbaren Cafe-Racer-Interpretation.

Zusätzlich zum bestehenden Kabelbaum mussten 112 Meter Kabel eingezogen werden – das Ganze zugunsten der Optik so clean und unsichtbar wie möglich

Die Umsetzung des Planes vom eleganten Racer war freilich nicht ganz einfach, denn der Originalrahmen schied als Basis aus – zu niedrig und zu lang. Also selber bauen oder eine passende Basis finden, und das alles unter der Prämisse, später vorm TÜV zu bestehen. Matthias Granacher ging den dabei einzig richtigen Weg, er sprach seine Umblaupläne im Vorfeld mit dem Prüfstellen-Ingenieur ab – im Detail vor allem, als ein passender Gitterrohrrahmen, eigentlich angeboten für eine Aprilia, angeschafft war. Die notwendigen Änderungen, um den Rahmen für den V-Rod-Motor anzupassen, nickte der TÜV-Ingenieur ab.

Der Oberzug musste komplett umgebaut werden und der Unterzug wurde für den eigens angefertigten Wasserkühler neu hergestellt. Ein Heckrahmen gab’s sowieso nicht, den mussten die Freiburger zusätzlich komplett selbst entwickeln. Die obere Gabelbrücke fertigte Black Ace selbst an, die Stummellenker sind integriert, das Motogadget-Instrument ist zum Fahrer hin geneigt. Dann stellte sich heraus, dass der innenliegende Gasgriff nicht passte: Griff zu klein, Technik zu groß. Also wieder einiges umarbeiten und anpassen.


V-Rod-Umbauten kommen gern auf breiten Sohlen und mit breiter Power-Optik daher. Bei Black Ace entschied man sich dagegen, den wuchtigen Motor mit einem filigranen Fahrwerk zu kombinieren

Und dann das größte Problem: Die Einspritzvorrichtung steht beim V-Rod-Motor zwischen den Zylindern nach oben gerichtet, der vermeintliche Tank bei der Serien-V-Rod ist ja in Wahrheit das Luftfiltergehäuse. Bei dem Cafe Racer sollte der Tank aber tatsächlich Tank sein, wohin also mit dem Ansaugtrakt? Letztendlich wurde die Luftzufuhr jetzt durch den handgefertigten Edelstahltank geführt, der dazugehörige Filter sitzt vorn hinterm Lenkkopf. Schöne Speichenräder, satte Bremsen und die Lackierung von AHA-Design aus Bielefeld machen den Racer komplett – und zeigen, dass auch ein fetter Motor durchaus in einem filigranen Outfit arbeiten kann.

black-ace-customs.de


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Stand:17 February 2019 14:48:14/bikes/harley-davidson+v-rod+-+nortrod_19118.html