Harley-Davidson Late Shovel – Choppern in Bergheim

01.02.2018  |  Text: Katharina Weber  |   Bilder: Dirk Behlau
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Harley-Davidson Late Shovel – Choppern in Bergheim
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Ganz nah an Köln, aber eben doch 20 Kilometer von der großen Stadt weg. Da braucht es Ersatzbefriedigung. Wer in Bergheim wohnt, muss ’ne fette Karre fahren, das hat Historie. Oder ’nen Harley-Chopper, wie der Torsten
Jeder Krieg gegen Bergheim ist ein verlorener Krieg«, ein Filmzitat aus dem unrühmlichen Werk »Ballermann 6« beschreibt ganz gut, was Torsten uns im Gespräch erzählt: »Man erzählt sich, dass in Bergheim das Autotuning in Deutschland seine Geburtsstätte hat«, lacht er und beschreibt, wie er mit den Kumpeln früher auf dem Klappstuhl vor der Esso-Tankstelle gesessen und die Karren beobachtet hat.



»Du brauchtest da schon einen Opel C Kadett, um vor der Eisdiele was zu reißen.« »Manta Manta« ist der Film, der Bergheim ganz gut trifft, »so war das hier, ganz schön prollig und immer ein bisschen verrufen. Aber irgendwie ’ne Karre zu haben, das war Pflicht.« An Torstens Leidenschaft für Motorräder ist seine Mutter schuld. Der Junge wollte so gern eine Malaguti mit Crossreifen fahren, aber die Eltern erlauben es nicht. »Das hat sich sich irgendwie angestaut. Da ich in meiner Jugend kein Moped fahren durfte, muss das jetzt doppelt und dreifach raus.«

Torsten ist zwar kein Selbstschrauber, ein cooles Bike ist trotzdem Pflicht. Ein Chopper für den täglichen Run sollte es zuletzt werden. Der Bergheimer kauft sich eine Basis im hohen Norden. Eine Shovelhead, Baujahr 1984 ist es. Eines der letzten Bikes, die mit dem alten Shovel-V2 vom Band gelaufen sind, bevor der Evo-Motor ihn ersetzte. Die Linie des schon umgebauten Bikes taugt ihm, die Chopperrichtung ist bereits vorgegeben. Allerdings wurde die Kiste recht lieblos aufgebaut, von schlechten Schweißnähten und jeder Menge Rost berichtet Torsten.



Also wird die Shovel komplett auseinandergerissen und neu aufgebaut. Den kongenialen, schraubenden Partner für sein Projekt findet Torsten in Namensvetter Thorsten von Deathfield Choppers. Der hat schon mehrfach bewiesen, dass er die alten Linien beherrscht, und darf sich nun an der Shovel austoben. Während bei Deathfield Hand angelegt wird, tingelt Torsten ein halbes Jahr durch die Lande, um die nötigen Teile aufzutreiben.

 Den Sportstertank findet er in Holland, bei Ricky de Haas von Wannabe Choppers greift er einen der letzten schmalen Hochlenker ab, das Teil ist eigentlich schon vergriffen. Lampe und Rücklicht übernimmt Torsten vom Basisbike, »das Zeug war geil, also kann man es gut behalten.« Die Armaturen kommen dagegen neu von Kustom Tech, die Sitzbank von Spirit Leather. Und dann darf Deathfield-Thorsten natürlich auch noch zeigen, was er kann.



Eine Sissybar, klar, die ist Pflicht – und handgemacht. Noch fetter fällt die Auspuffanlage aus. Zunächst ist geplant, die Rohre nach hinten laufen zu lassen. Aber für die Bergheimer Hood ist das dann doch nicht das Richtige. Und für einen echten Chopper schon zweimal nicht. So konstruiert Thorsten Tüten, die gen Himmel reichen. Mit klassischen Fishtails zum Abschluss. »Klar, es regnet rein, aber klar auch, es ist verdammt cool«, grinst Torsten. Für das Finish der Shovel fehlt nun noch eine passende Lackierung auf dem Tank. Der Job wird von Royal Customs in den Niederlanden erledigt.

Der perfekte Auftritt für den Run durchs Monaco von Köln – einst wurde Bergheim von einem Fernseh-Comedian so bezeichnet – ist damit erledigt. Der Auftritt vor Eiscafé und Esso-Tankstelle ist cool genug, um gegen die C-Kadetts zu bestehen. Und trotzdem, Torsten fühlt sich zu höherem berufen. »Einmal mit ’nem Moped in Köln den Dicken machen, das wär’s schon.«, meint er ironisch. Deshalb wird die Shovel weichen müssen, Geld und Platz für ein neues Projekt müssen her. Und dann raus aus der Provinz, in die große Stadt, auf zwei Rädern.

Am Gasgriff
»Sinn, was macht schon Sinn?«, Torstens Ansicht über das eigene Krad ist eindeutig. Richtig, der Sitz ist nicht wirklich bequem und der Lenker lässt die Arme schnell einschlafen und ist eigentlich zu schmal, um ihn in jeder Lage bestens zu händeln. Aber ehrlich, in Bergheim fragt auch keiner nach dem Sinn von Opel Mantas und aufgepumpten C-Kadetts

Technik

Motor
Vierzylinder-Viertakt, ohv-Zweiventiler,
1207ccm (Bohrung/Hub 82,5 x 112,7 mm)

Luftfilter: S&S
Auspuff: Deathfield Chopper
Sekundärtrieb: Kette
Leistung: 55 PS bei 5700 /min
Drehmoment: 105 Nm bei 3900 /min
Höchstgeschwindigkeit: 170 km/h

Fahrwerk
Doppelschleifen-Stahlrohrrahmen, modifiziert

Gabel: H-D Sportster
Räder: vorn 21 Zoll, hinten 16 Zoll
Reifen: vorn Avon Speedmaster, hinten Shinko
Bremsen: vorn und hinten Scheibe

Zubehör
Tank: H-D Sportster
Sitzbank: Spirit Leather
Lenker: Wannabe Choppers »Zexy«
Lenkerhalter: Biltwell
Armaturen: Kustom Tech
Sissybar: Deathfield Choppers
Fußrasten: H-D, modifiziert
Paintjob: Royal Customs NL

Metrie
Leergewicht: 220 kg
Radstand: 1550 mm
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