Harley-Davidson Knucklehead – German Merman

Text: Katharina Weber  |   Bilder: Anna Gala
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Harley-Davidson Knucklehead – German Merman
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Verspielt und trotzdem sauber, ausgestattet mit einem starken Motor – Aries Knucklehead ist eine Lehrstunde in Sachen Chopperbau
In den letzten Jahren hat sich Arie van Schyndel zum ernstzunehmenden Chopperbauer entwickelt. Nicht, dass er nicht früher schon Bikes gebaut hatte – gern auf Basis von Honda oder Triumph – , aber der Durchbruch, der kam mit den Harley-Choppern.

Arie schmälert seine Chopperrahmen gern und verbindet sie gekonnt mit Tanks oder Fendern. So entstehen schmale, saubere Linien

Legendär, wie sich Arie auf die Invited-Builder-Liste einer der wichtigsten amerikanischen Shows, der Born Free, gemogelt hatte. Und legendär auch, was er zeigte, als er ein Jahr später tatsächlich eingeladen wurde. Mit einer gestrippten Shovel öffnete Arie sich viele Türen. Heute ist sein Shop »Vee Mfg« der Laden im nördlichen San Diego, in den man gehen sollte, wenn man einen Rahmen, einen neuen Lenker oder Sonstiges braucht.

Auch eine kleine, feine Linie an Chopperparts bietet Arie an. Dass mit dem Bekanntheitsgrad die Erwartungen steigen, ist klar. Und so holte sich Arie für den Bau dieses Knuckle-Choppers Unterstützung an Bord, sein Augenmerk lag dabei auf dem Motor.

Arie van Schnyndel – Harley-Davidson Knuckelhead

Bob Moreville ist nicht nur Rekordhalter in Bonneville, sondern auch ein ausgemachter Experte für getunte Motoren. Er pimpte den 46er Knuckle auf satte 1678 Kubik und wir wüssten zu gerne, wie. Das allerdings bleibt ein Geheimnis, wie die meisten Motorentuner verrät Bob seine Tricks nicht. Lediglich dass Arie auf eine Vergrößerung von Bohrung und Hub setzt oder eine scharfe Nocke zum Einsatz kommt, sollte klar sein. Und Arie lässt den Blick auf den Motor komplett frei, der verchromte Ventiltrieb ist entblößt, pure Technik stellt sich zur Schau. Alle Motorenteile sind chopperlike poliert oder verchromt.

Um den fetten Zweizylinder im Rahmen zu halten, muss Arie sich ein bisschen was einfallen lassen. Aber gerade die Arbeit an den Rahmen zählt zu seinen Spezialitäten. Als Basis diente hier der alte Knuckle-Frame, allerdings in ziemlich fertigem Zustand. Arie repariert die Guss- und Schmiedeteile und verstärkt den Rahmen durch den Einsatz von dickwandigeren Rohren für die Aufnahme des fetten Motors. Zu den Modifikationen am Rahmen gehört außerdem der Einsatz von Doppel-Wishbones, die sowohl an der Front als auch rund um die Sitzbank zum Einsatz kommen und den Rahmen so punktuell schmälern. Die Linie wird außerdem von Tank und Fender mitbestimmt, beide fungieren quasi als Rahmenelemente und sind fest im Oberrohr beziehungsweise dem Heckrahmen verschweißt, richtig saubere Arbeit.

Arie van Schnyndel – Harley-Davidson Knuckelhead

»Den Auspuff hab ich aus ein paar Kit-Stücken und einigen U-Bend-Profilen geformt. Und ich finde meine Cocktailshaker-Endtöpfe richtig schön vintage«, reißt uns Arie aus unseren Gedanken. Mehr noch als die Rohre hat es uns der Lenker angetan, der über der selbstgebauten Springergabel thront. Eine Art Treppe bildet er und ist damit einer der außergewöhnlichsten Apes, die wir je gesehen haben. Während wir 

dieses Bauteil eher etwas too much finden, tut es uns die Sissybar mit dem bösen 
Teufelsschwanz doch mehr an, selbstgebaut nach den Vorlagen alter »Devil Tail Sissybars«, nur noch größer und mit noch mehr Style, wie uns Arie stolz erzählt. »Und für euren TÜV sicher ein Albtraum«, grinst Arie. Sicher, da hat der Kalifornier recht, und wir überlegen schön, was die Prüfer gesagt hätten Angesichts eines Öltanks, gebaut aus einem deutschen Wehrmachtshelm aus dem Zweiten Weltkrieg, oder einer Sitzbank, auf der sich jemand offensichtlich seines alten Flokatis entledigt hat. Unter der Sitzbank, kaum sichtbar, verbirgt sich außerdem ein kleines Batteriefach und die Ölleitungen. 

Auch eine besondere Lackierung sollte die Knuckle bekommen, dafür studierte Arie mit Lackierer Mark die Lackarbeiten von Larry Watson und Dean Lanza, zwei Ikonen früherer Lackierkunst. Deren alte Techniken flossen in das lila Kleid des »German Merman« mit ein, über den Look des fertigen Bikes ist am Ende selbst Arie erstaunt. Warum das Motorrad den Namen »Deutscher Meermann« trägt, bleibt dagegen sein Geheimnis. »Vielleicht , weil alle immer nur über Meerjungfrauen reden und die Männer da komplett vernachlässigt sind. Außerdem mag ich Deutschland«, Arie lacht. Und scheiß auf den Namen, seine Knucklehead würde jeden authentischen Chopperbuilder der Sechzigerjahre mehr als stolz auf eine neue Generation machen.

Am Gasgriff
Extrem sauber, mit schöner Linie und Reduzierung auf das Wesentliche, diesen Teil des Chopperbaus hat Arie voll drauf. Dazu überrascht er mit selbsterdachten und gebauten Details wie dem ungewöhnlichen Lenker oder der lässigen Sissybar

Technik
Harley-Davidson Knucklehead | Bj. 1946
Erbauer: Arie van Schyndel / Vee Mfg

Motor
V-Zweizylinder-Viertaktmotor, 
ohv-Zweiventiler,ca. 1687 ccm 

Luftfilter: Trichter
Auspuff: Eigenbau
Getriebe: Viergang
Sekundärtrieb: Kette
Leistung: k. A.

Fahrwerk
Gabel: Vee-Mfg-Springer
Räder: Morad-Alufelgen, verchromt, vorn 21 Zoll, hinten 19 Zoll
Reifen: vorn Firestone, hinten Goodyear Grasshopper 4,00 x 19
Bremsen: vorn keine, hinten Trommel 

Zubehör
Tank: Vee Mfg
Öltank: Stahlhelm, modifiziert
Sitzbank: Vee Mfg/ REX Upholstery
Lenker: Vee Mfg
Fender: Lowbrow Manta Ray, modifiziert
Sissybar: Vee Mfg
Paintjob: Paint by Chaka

Metrie
Leergewicht: 225 kg
Radstand: 1620 mm

Info
www.veemfg.bigcartel.com
Instagram: @arie_vee
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Topseller im Shop
Stand:22 October 2019 19:39:51/bikes/harley-davidson+knucklehead+-+german+merman_18219.html Warning: fopen(cache/2b66fb31f6863303eb2bfb0ce3bc360b.html): failed to open stream: No such file or directory in /var/www/vhosts/tools.huber-verlag.de/httpdocs/files/trunk/Bootstrap3/files/templates/index_template.inc on line 160 Warning: fputs() expects parameter 1 to be resource, boolean given in /var/www/vhosts/tools.huber-verlag.de/httpdocs/files/trunk/Bootstrap3/files/templates/index_template.inc on line 161 Warning: fclose() expects parameter 1 to be resource, boolean given in /var/www/vhosts/tools.huber-verlag.de/httpdocs/files/trunk/Bootstrap3/files/templates/index_template.inc on line 162 Warning: chmod(): No such file or directory in /var/www/vhosts/tools.huber-verlag.de/httpdocs/files/trunk/Bootstrap3/files/templates/index_template.inc on line 163