25% Günstiger im Printabo!
Wir feiern 25 Jahre TätowierMagazin und alle profitieren
Jubiläums
Aktion
€71,-
€53,-

Harley-Davidson FXR als gute Basis

Text: Katharina Weber  |   Fotos: Benjamin Grna
Harley-Davidson FXR als gute Basis Harley-Davidson FXR als gute Basis Harley-Davidson FXR als gute Basis Harley-Davidson FXR als gute Basis Harley-Davidson FXR als gute Basis Harley-Davidson FXR als gute Basis Harley-Davidson FXR als gute Basis Harley-Davidson FXR als gute Basis Harley-Davidson FXR als gute Basis Harley-Davidson FXR als gute Basis Harley-Davidson FXR als gute Basis Harley-Davidson FXR als gute Basis Harley-Davidson FXR als gute Basis Harley-Davidson FXR als gute Basis Harley-Davidson FXR als gute Basis Harley-Davidson FXR als gute Basis Harley-Davidson FXR als gute Basis Harley-Davidson FXR als gute Basis Harley-Davidson FXR als gute Basis Harley-Davidson FXR als gute Basis Harley-Davidson FXR als gute Basis Harley-Davidson FXR als gute Basis Harley-Davidson FXR als gute Basis Harley-Davidson FXR als gute Basis Harley-Davidson FXR als gute Basis Harley-Davidson FXR als gute Basis Harley-Davidson FXR als gute Basis Harley-Davidson FXR als gute Basis
Harley-Davidson FXR als gute Basis
Alle Bilder »
Die Harley FXR führt ein Schattendasein hinter den beliebten Softails – dabei ist sie nicht unbedingt die schlechtere Modellwahl
In den USA sind Harleys FXR-Modelle aktuell schwer angesagt und vor allem in der Umbauszene sehr beliebt. In Europa sieht das etwas anders aus. Auf den Straßen sieht man das Modell kaum und auch in den Werkstätten herrscht eher Flaute in Sachen FXR. Softails, die gehen dagegen immer und sind – sprechen wir von moderneren Harleys – Umbaubasis Nummer Eins. Das liegt an der Rahmenkonstruktion der Softails, die ein starres Fahrwerk vorgaukelt wo keines ist. So ließ die Gemeinde hierzulande die FXR gern links liegen. Dabei verfügten die Vorläufer der Dynas eigentlich über die modernere Rahmenbauweise und boten in Kombination mit dem gummigelagerten Motor – das »R« im Modellnahmen steht für rubber-mounted – den höheren Fahrkomfort.

Schließlich hatte seinerzeit kein Geringerer als Erik Buell seine Hände bei der Entwicklung der FXR-Fahrwerke im Spiel. Trotzdem, während in den USA die FXR Super Glide extrem beliebt war, konnte sie in Europa keine ganz großen Erfolge feiern. 1994 markierte das letzte Modelljahr der FXR-Baureihe, wobei es später immer wieder limitierte Sonderauflagen gab. 

»Die FXR hat sich einfach nie so richtig durchgesetzt«, sagt auch Bernd Maurus und schiebt nach, »zu Unrecht.« Der 53-Jährige arbeitet im Hauptberuf für ein Busunternehmen und treibt sich in seiner Freizeit als Mitglied der Suicidal Choppers aus dem kurpfälzischen Lampertheim auf Motorradtreffen, Rennveranstaltungen und natürlich in der hauseigenen Werkstatt der Jungs rum.
 Für seinen Umbauplan eines sportlichen Big-Twins kam ihm die FXR gerade recht, »einfach eine gute Basis.«Eigentlich hatte Bernd das Moped aufgrund einer kaputten Kopfdichtung in die Garage der Suicidals geschoben, das Problem sollte gemeinsam behoben werden. Doch wie das so ist, »ein bisschen zu viel Bier, ein paar zu viele Ideen, und schon stand das Projekt FXR fest. Die Kopfdichtung dagegen funktioniert bis heute nicht richtig«, schmunzelt Bernd. Wie bei den Lampertheimer Schraubern üblich, wird am Motor des Basisbikes ein wenig Hand angelegt. Die Zylinderköpfe sind neu bearbeitet, eine schärfere Nockenwelle eingesetzt, etwa 80 PS leistet der V2 nun. Dazu wird das komplette Frontend getauscht. Clubkollege Frank hatte sich eine Buell XB12 zugelegt und schwer umgebaut, Gabel und Räder aus dem East-Troy-Racer brauchte er nicht mehr. Die Teile sind für Bernds Projekt perfekt geeignet. 

Das sportliche Frontend und die starken Bremsen des Supersportlers geben der FXR den nötigen Racing-Style. Damit das Ganze auch optisch tiefer und flacher wird, wird die Originalschwinge verlängert. Der Dämpfer kommt von YSS, »diese Dämpfer sind wirklich günstig, aber gleichzeitig sehr gut«, um die 200 Euro hatte Bernd dafür gezahlt. Fehlt noch eine passende Sitzbank-Heck-Kombination. »Wenn du eine Halle voll mit kreativen Köpfen hast, ist das echt praktisch«, erklärt Bernd. Suicidler Raymon, auch ehrfurchtsvoll »der Blechpatscher« genannt, baut das Heck aus zwei Blechtafeln per Hand. Es harmoniert prima mit dem langen Honda-Tank. 

Aber auch Bernds eigenes Talent darf schließlich noch zum Einsatz kommen. Er hat nicht nur für seine Schraubergemeinschaft schon viele Pinstripes und Bilder an die Wände gezaubert hat, sondern er lackiert natürlich auch den eigenen Hobel selbst. Eigentlich sollte das Bike einen kompletten Martini-Look bekommen, aber weil die weiße Grundierung so gut aussieht, darf sie direkt bleiben und wird lediglich mit ein paar rot-schwarzen Elementen und Tankaufklebern versehen. Ziemlich scharf, die FXR aus Lampertheim.

Am Gasgriff
»Mit den anderen Bikes aus unserem Club kann ich beim Racing nicht mithalten«, weiß Bernd. Trotzdem, seine FXR hängt extrem gut am Gas und die knapp 80 PS sind für den 
Normal­betrieb völlig okay

Technische Daten
H-D FXRS Convertible | BJ 1990
Erbauer: Bernd Maurus, Suicidal Choppers

Motor
luftgekühlter V-Zweizylinder Viertakt, ohv-Zweiventiler, 
1338 ccm (Bohrung/Hub 88,8 x 108 mm )
Vergaser: Mikuni 42
Luftfilter: K&N
Auspuff: Supertrapp 2-in-1
Zylinderköpfe: bearbeitet
Getriebe: Fünfgang
Leistung: ca. 80 PS bei 5000 /min
Drehmoment: 105 Nm bei 3500 /min
Höchstgeschwindigkeit k.A.

Fahrwerk
Doppelschleifen-Stahlrohrrahmen
Gabel: Buell XB12
Schwinge: verlängert
Stoßdämpfer: YSS
Räder: Buell-Felgen mit vorn 120/70-17, hinten 180/60-17
Reifen: vorn und hinten Dunlop
Bremsen: vorn und hinten Buell-XB-12-Scheibe

Zubehör
Tank: Honda
Sitzbank: Suicidal Custom
Heck: Raymon Kork/Suicidal Custom
Instrumente: Motogadget
Lampe: Original
Lampenmaske: Suicidal Custom
Rücklicht: LED
Fußrasten: Müller Motorcycle
Lackierung: Bernd Maurus

Metrie
Leergewicht: 200 kg
Radstand: 1650 mm
  Teilen
Topseller im Shop
Stand:26 April 2019 07:53:20/bikes/harley-davidson+fxr+als+gute+basis_17928.html