Harley-Davidson Breakout – Das Gemeinschaftsprojekt

Text: Jens Dille  |   Bilder: Benjamin Grna
Harley-Davidson Breakout – Das Gemeinschaftsprojekt Harley-Davidson Breakout – Das Gemeinschaftsprojekt Harley-Davidson Breakout – Das Gemeinschaftsprojekt Harley-Davidson Breakout – Das Gemeinschaftsprojekt Harley-Davidson Breakout – Das Gemeinschaftsprojekt Harley-Davidson Breakout – Das Gemeinschaftsprojekt Harley-Davidson Breakout – Das Gemeinschaftsprojekt Harley-Davidson Breakout – Das Gemeinschaftsprojekt Harley-Davidson Breakout – Das Gemeinschaftsprojekt Harley-Davidson Breakout – Das Gemeinschaftsprojekt Harley-Davidson Breakout – Das Gemeinschaftsprojekt Harley-Davidson Breakout – Das Gemeinschaftsprojekt Harley-Davidson Breakout – Das Gemeinschaftsprojekt Harley-Davidson Breakout – Das Gemeinschaftsprojekt Harley-Davidson Breakout – Das Gemeinschaftsprojekt Harley-Davidson Breakout – Das Gemeinschaftsprojekt Harley-Davidson Breakout – Das Gemeinschaftsprojekt
Harley-Davidson Breakout – Das Gemeinschaftsprojekt
Alle Bilder »
Harleys werden umgebaut, das ist normal. Dass das aber der Sohn für den Vater macht, kommt nicht so oft vor: Die Harley Breakout der Familie Kaufmann
Die Motorradkarriere von Karsten war typisch. Angefangen bei Simson S50, weiter über die Honda Hornet, Triumphs Speed Triple hin zur Fireblade. Und dann der unvermeidliche Schritt zur Harley.



Die Präsentation der »Breakout« kam da gerade recht, kurz nach der Probefahrt stand die Softail in der Garage, »ich fuhr sie erstmal serienmäßig«, erzählt Karsten. Lange sollte das nicht so bleiben, »zu brav war sie und zu leise auch.« An dieser Stelle kommt Karstens Sohn Christian ins Spiel. Der schraubt gemeinsam mit Freunden unter der Bezeichnung »Black Mountain Inc« zwar überwiegend an vierrädrigen Fahrzeugen, hat sich dadurch aber schon einige Fähigkeiten angeeignet. Da dem Vater außerdem die Zeit zum Schrauben fehlt, übernimmt der Junior das Kommando.

»Als Erstes haben wir die klassischen Maßnahmen umgesetzt«, erzählt Christian. Noch in der laufenden Saison werden kleinere Blinker und ein Eigenbau-Auspuff montiert. Das geht relativ zügig und verursacht keine längeren Standzeiten. Allerdings wächst mit den ersten sichtbaren Veränderungen erfahrungsgemäß auch die Liste an Begehrlichkeiten.



»Ich liebäugelte mit einem neuen Tank, einer verbesserten Sitzposition und ein paar Änderungen am Motor«, erzählt Karsten. Sein Sohn vertröstet ihn auf den Winter und legt dann richtig los. Ein längerer Tank fand sich bei Thunder­bike, der Heckfenderrohling stammt aus Amerika und die Halter für die hinteren All-in-one-Blinker sind Eigenanfertigungen.

Der Hypercharger sieht nicht nur gut aus, sondern liefert auch mehr Luft in die Brennräume. Für die Entsorgung stehen nun zwei ebenfalls selbst gefertigte Dragpipes zur Verfügung, nachdem das Schrauberteam mit dem Sound der Vorgängeranlage nicht ganz zufrieden war. Der Umbau der Sitzbank ließ sich zwar zu Beginn auch ganz gut an, allerdings zeigte sich schnell, dass es Probleme mit der zu hoch bauenden originalen Batterie geben würde. So wurde schnell noch ein niedriger Ersatz geordert. 



Kleinigkeiten wie das Schwärzen der Chrom­teile kamen noch hinzu. Dafür muss-te der gerade mal 3 000 Kilometer gelaufene Motor zerlegt werden, um die Ventilab­deckungen und die seitlichen Gehäusede-ckel in freundliches Schwarz zu hüllen. Nur die Handhebel und die Fußrastenanlage durften ihren glänzenden Metallüberzug behalten, »mal schauen wie lang noch«, schmunzelt Christian, der schon mit der nächsten Umbauphase rechnet.

Vielleicht nimmt Christians Team, das übrigens auch den Lack in Eigenregie aufgetragen hat, das Projekt Luftfederung noch einmal ins Visier. Das konnte im letzten Winter nämlich noch nicht erfolgreich umgesetzt werden. Was den Vaterstolz von Karsten kaum mindern dürfte.

Am Gasgriff
Da am Fahrwerk der Softail nichts verändert wurde, bleiben die Probleme mit der geringen Kurvenwilligkeit erhalten. Dafür hat das Team bei der Optik ordentlich Hand angelegt und bekommen von uns ein »Thumbs up!«

Technik
Harley-Davidson Softail Breakout | Bj. 2014
Erbauer: Christian Kaufmann

Motor
V-Zweizylinder-Viertakt, ohv-Zweiventiler, luftgekühlt, 
Hubraum 1690 ccm (Bohrung/Hub 98,4 x 111,1 mm)

Luftfilter:Hypercharger
Gemischaufbereitung: Einspritzung
Auspuff: Eigenbau
Getriebe: Sechsgang
Leistung: 75 PS bei 5010 /min
Drehmoment: 130 Nm bei 3000 /min
Höchstgeschwindigkeit: 190 km/h 

Fahrwerk
Doppelschleifen-Stahlrohrrahmen

Gabel: Telegabel
Räder: H-D, vorn 3,50 x 21, hinten 8,00 x 18
Bremsen: vorn Scheibe mit Vierkolbenzange, hinten Scheibe mit Zweikolbenzange

Zubehör
Tank: Thunderbike
Lenker: Serie mit Lenkerendenblinkern
Armaturen: Serie
Sitzbank: Eigenbau
Heckfender: Rohling angepasst
Lackierung: BMW-Braunmatt mit Grafiken

Metrie
Radstand: 1710 mm
Gewicht: 310 kg

Kontakt
www.facebook.com/Black-Mountain-Inc
  Teilen
Topseller im Shop
Stand:23 June 2018 04:39:20/bikes/harley-davidson+breakout+-+das+gemeinschaftsprojekt_18213.html