Erste Fahreindrücke von Triumphs brandneuer Speed Triple

Text: chm  |   Bilder: Alessio Barbanti, Matteo Cavadini
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Erste Fahreindrücke von Triumphs brandneuer Speed Triple
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Manche Dinge brauchen Zeit. Gut fünf Jahre hat sich Triumph für eine neue Speed Triple gegönnt. Jetzt endlich ist sie da, und das Warten hat sich gelohnt. Denn die Neue hat es in sich.


Dabei hatten Fans von Triumphs einstigem Erfolgsmodell allen Grund, sich Sorgen um die weitere Existenz der Urmutter aller Hooligan-Bikes zu machen. Denn die Briten hatten ihren Power-Dreizylinder in den vergangenen Jahren derart stiefmüttlerich behandelt, dass manch einer schon den Niedergang der Modellreihe befürchtete. Magere Updates, schlechte Verkaufszahlen und nicht zuletzt ein verpenntes Jubiläum machten wenig Hoffnung auf eine Zukunft.   

Dabei hatte genau diese Modellreihe dem einst darbenden britischen Motorradbauer neues Leben eingehaucht und eine eingeschworene wie treue Fangemeinde ins Leben gerufen. Doch die dunklen Wolken sind Geschichte, weggeblasen vom frischen Wind, der die neue Speed Triple umweht. Dabei ist sie optisch ziemlich nah an der Vorgängerin geblieben. Das markanten Doppelscheinwerfer-Gesicht wurde zwar leicht überarbeitet, ist aber ebenso geblieben wie die Einarmschwinge und der hochsitzende Drei-in-Zwei-Auspuff, der noch immer unterm Fahrerhintern für den richtigen Sound sorgt. Die beliebte Flyscreen ist nun serienmäßig und ein Lufteinlass zwischen den Scheinwerfern schaufelt genügend Luft zur Airbox, um den Dreizylinder mit dem wichtigen Bestandteil für kraftvolle Verbrennungen zu versorgen. Die mehrteilige Sitzbank ist im vorderen Bereich schmaler, und mit Ziernähten abgesetzt, was auch der Optik zugute kommt. Zudem wurde sie straffer gepolstert, ohne den Komfort einzuschränken. 

Doch die meiste Entwicklungsarbeit steckten die Ingenieure in die Technik. Wie erwartet gibt es eine komplett neue Elektronik mit Fahrassistenzsystemen. Fünf Fahrmodi stehen dem Speedy-Treiber ab sofort zur Verfügung: Rain, Road, Sport, Track und Rider. Letzterer ist frei konfigurierbar und bietet dem Fahr die Möglichkeit, Kennfeld, ABS und Traktionskontrolle individuell zu kombinieren. Damit es nicht kompliziert wird, lassen sich die Modi ganz einfach über einen Taster an der linken Armatur bedienen. 

Zahlreiche Änderungen musste vor allem der kultige Dreizylinder über sich ergehen lassen. Schon beim Anlassen ist eine deutliche akustische Verbesserung zu hören, denn das hochfrequente Pfeifen, das manche Triple-Liebhaber als Charakterzug schätzen, ist verschwunden. Triumph hat nämlich den Ausgleichswellenantrieb überarbeitet und überlässt ab sofort die Gestaltung der Soundkulisse voll und ganz der Auspuffanlage. 

Zur ersten Testfahrt geht es ins Hinterland von Barcelona. Auf den bergigen Landstraßen soll die Speed Triple neue Eindrücke vermitteln. Deutlich verbessert hat sich auch die Sitzposition. Die Sitzbank der 2016er Speedy ist ein Segen für lange Kerle, die Ausrichtung zum Lenker angenehmer und aktiver als bei der Vorgängerin. Armaturen und Hebel sind gut erreichbar und selbst in den Lenkerendenspiegeln herrscht freie Sicht nach hinten. Ergonomisch hat die Speed Triple deutlich zugelegt.
 
Gang rein und ab auf die Piste. Schon auf den ersten Kilometern offenbart sich der neue Triple. Der Motor hängt trotz Ride-by-wire-Steuerung derart direkt und sauber am Gas, dass man meinen könnte, tatsächlich noch am „Kabel zu ziehen“ anstatt Potenziometern Signale zu entlocken, die mit einer gewissen Verzögerung an die Stellmotoren der Drosselklappen weitergegeben werden. Das macht Laune. Außerdem ist die Ruppigkeit im mittleren Drehzahlbereich verschwunden, für die das alte Aggregat bekannt war. Bullig schiebt der Dreizylinder aus dem Keller, gönnt sich bis zur 10000er Marke nicht eine Verschnaufpause. Im Tiefflug geht es über spanischen Asphalt.

Die Öhlins-veredelte R-Version gibt sich dabei präzise wie ein Skalpell, handlich und agil, wie man es nur von der kleinen Schwester Street Triple kennt. In Verbindung mit dem geschmeidigen Motor und dem butterweich zu schaltenden Sechsganggetriebe, das jetzt übrigens über eine Ganganzeige verfügt, ist man permanent zu schnell unterwegs, ohne es bewusst wahrzunehmen. Nach verschärftem Ritt geht es runter an die Küste nach Calafat.

Hier auf dem technisch anspruchsvollen Rundstreckenkurs kann die Speed Triple endgültig zeigen, was in ihr steckt, und ob 140 PS tatsächlich ausreichend sind. Denn zur Konkurrenz fehlen Triumphs Vorzeige-Dreier im Schnitt zwanzig Pferdestärken. Dabei fühlt sich das gar nicht so an, denn auf der Rennstrecke schreit und faucht der Triple, fährt die Krallen aus und stürmt über den Asphalt, als gäbe es kein Morgen mehr. Im Track-Modus im dritten Gang am Kurvenausgang hart ans Gas gegangen und die Speedy wird leicht an der Front, hebt dezent das Rad. Wenn das keine Offenbarung ist …

Die Glaubensgemeinschaft der Speed Triple-Jünger darf sich freuen. Nichts hat die Ikone von ihrem Hooligan-Charakter verloren. Im Gegenteil, das Resultat der Maßnahmen, die die Ingenieure in Hinckley durchgezogen haben, fühlt sich mehr an wie ein „Back to the roots“, aufgewertet und ergänzt mit zeitgemäßer Technik. Damit ist die neue Speed Triple ein verdammt gutes Gesamtpaket, das sich, wenn überhaupt, allenfalls auf dem Papier geschlagen geben muss. 

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Stand:12 December 2019 17:35:39/bikes/erste+fahreindruecke+von+triumphs+brandneuer+speed+triple_162.html Warning: fopen(cache/18de8564f15f0a2e8489301f1793598b.html): failed to open stream: No such file or directory in /var/www/vhosts/tools.huber-verlag.de/httpdocs/files/trunk/Bootstrap3/files/templates/index_template.inc on line 160 Warning: fputs() expects parameter 1 to be resource, boolean given in /var/www/vhosts/tools.huber-verlag.de/httpdocs/files/trunk/Bootstrap3/files/templates/index_template.inc on line 161 Warning: fclose() expects parameter 1 to be resource, boolean given in /var/www/vhosts/tools.huber-verlag.de/httpdocs/files/trunk/Bootstrap3/files/templates/index_template.inc on line 162 Warning: chmod(): No such file or directory in /var/www/vhosts/tools.huber-verlag.de/httpdocs/files/trunk/Bootstrap3/files/templates/index_template.inc on line 163