Ducati XDiavel - Powercruising auf Italienisch

Text: Dr. Michael Ahlsdorf  |   Bilder: Ducati
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Ducati XDiavel - Powercruising auf Italienisch
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Eins ist direkt klar, die neue Ducati XDiavel wirkt leichter, filigraner und durchschaubarer als ihr Vorgänger. Ihre Komponenten sind mehr oder weniger deutlich segmentiert, manche davon kann der Kunde sich in gleich drei Ausführungen aussuchen, zum Beispiel Lenker oder Sattel. Das ist die übliche milde Form von Customizing.
Eins ist direkt klar, die neue Ducati XDiavel wirkt leichter, filigraner und durchschaubarer als die Basis-Diavel. Ihre Komponenten sind mehr oder weniger deutlich segmentiert, manche davon kann der Kunde sich in gleich drei Ausführungen aussuchen, zum Beispiel Lenker oder Sattel. Das ist die übliche milde Form von Customizing.

Ducati springt damit auf den Zug der zahllosen Hersteller, die ihre Serienbikes variabel und umbaufreundlich anbieten. Im Innenleben aber wird der Kunde nicht viel machen können. Die XDiavel hat eine Traktionskontrolle, eine Launch-Control, drei Fahr-Modi, vier desmodromisch gesteuerte Ventile pro Zylinder, und dann regelt eine weitere Mechanik auch noch die Öffnungszeiten dieser Ventile nach.

Genug Theorie, jetzt fahren wir: Bei einer Höchstleistung von 156 PS bei 9500 Umdrehungen ist untenrum  erstmal tote Hose. Unter 3000 Umdrehungen gibt der Motor ein charmantes Schnarzen von sich, erst darüber kommt er richtig in Gang. Das maximale Drehmoment entfaltet er bei 5000 Umdrehungen, ab da bricht der Krieg los und bleibt bis 8000 Umdrehungen erhalten. Trotz des 240er-Reifens hinten folgt die XDiavel willig in alle Kurven.

Der Pirelli „Diablo Rosso“ hat nicht die Kontur einer Walze, eine schmale Lauffläche und schräge Flanken machen ihn tauglich für die Schräglage. Der Radstand ist im Vergleich zur alten Diavel um zweieinhalb Zentimeter verlängert. Das aber spüren wir nicht. Lenkkopfwinkel und Nachlauf wurden angepasst. Die Stärke der Diavel ist nicht nur der Druck nach vorne, sondern ebenso die Kurve.

Das Geheimnis steckt in der Sitzposition. Die ist zwar cruiser-typisch, mit vorne liegenden Fußrasten, hinten liegendem Sattel und einem breiten Lenker. Der Fahrer thront aber in dieser Haltung ziemlich weit in der Höhe. Unter größeren Fahrern sieht das gelinde gesagt scheiße aus, die Proportionen stimmen einfach nicht. Spätestens hier wird ein glaubwürdiger Customizer Hand anlegen müssen. Ob danach noch Schräglage geht, muss uns ja nicht interessieren. Hauptsache, es sieht cool aus.

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Stand:20 January 2019 08:08:11/bikes/ducati+xdiavel+-+powercruising+auf+italienisch_162.html