Ducati Scrambler zum Cafe Racer veredelt

Text: Christian Heim  |   Bilder: Christian Heim, Volker Rost
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Ducati Scrambler zum Cafe Racer veredelt
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Ducatis Scrambler ist seinerzeit eingeschlagen wie eine Bombe. Käufer und Zubehörindustrie reißen sich gleichermaßen um das freche Modell aus Bologna. Keine Frage, dass die italienischen Edelfräser von Rizoma auch mitmischen. Auch wenn heute ein Cafe Racer ab Werk zu haben ist, damals waren die Customizer einfach schneller
Ducatis Ikone hatte einen Raketenstart kurz nach dem Verkaufstart hingelegt. Wer einen der kultig-knuffigen Scrambler mit dem luftgekühlten Zweizylinder-Antrieb haben wollte, durfte sich auf eine Warteliste setzen lassen, oder für einen Gebrauchten den Neupreis bezahlen.

Inzwischen ist der Hype abgeebbt. Trotzdem hält sich die Scrambler-Reihe hartnäckig unter den Top 20 der meistzugelassenen Motorräder in Deutschland. Und die Zubehörindustrie hat mittlerweile schwere Geschütze aufgefahren und bietet Parts bis zum Abwinken. So auch die Edelschmiede Rizoma, die einen umfangreichen Teilekatalog für die italienischen Rösser aus Bologna anbietet. In Zusammenarbeit mit dem Leimener Ducati-Händler M.A.D Motorräder entstand diese eigenwillige Version der Ducati Scrambler ICON.

Das Heck dagegen scramblertypisch mit komfortabler Sitzbank und einem formschön geschwungenen und hochgelegten Auspuff, der auch akustisch fett einen raushaut. Die Plastikabdeckung des Ölkühlers wurde durch ein schlankes Rizoma-Teil ersetzt

Verantwortlich für dieses sportliche Teil ist Geschäftsführer Frank Allekotte. Der Ducati-Spezialist und Sportfahrer hat zusammen mit seinem Team freie Hand bei der Gestaltung gehabt. Klar, dass ein Panigale-1199-Fahrer auf eine geduckte Sitzposition steht. Da standen die obligatorischen Stummel völlig außer Frage. Das funktioniert so gut, dass selbst großgewachsene Schlackse relativ spannungsfrei sitzen und Spaß haben können.

Selbst die Fußrastenanlage könnte noch einen Tick weiter hinten platziert sein, bleibt aber weiterhin an ihrer originalen Position. Lediglich die Rasten mussten hübscheren von Rizoma weichen. Um den Cafe-Racer-Look zu vervollständigen, prangt ein dezenter Schild über dem Scheinwerfer, der ganz nebenbei ein wenig vom Winddruck bei höheren Geschwindigkeiten wegnimmt. Die Sitzbank haben die Leimener original belassen. Kein Fehler, denn erstens bietet sie auch weiterhin einen gewissen Komfort, zweitens Platz für die Sozia, wenn’s denn unbedingt mal sein muss. 

Ducati Scrambler zum Cafe Racer veredelt

Untypisch erscheint der hochgelegte Quad-D-Auspuff, erwartet man bei einem Cafe Racer doch eher ein tiefliegendes Abgasteil. Vielleicht eine Hommage an das Vorleben als reinrassiger Scrambler, wer weiß …

Dafür bollert das Teil so dumpf und rassig, dass sich einem die Nackenhaare stellen. Zweizylinderkultur vom Feinsten. Da sind die schwungvoll geformten Krümmer nur noch das Sahnehäubchen. Damit wären die optischen Besonderheiten fast schon abgehakt, wenn der Blick nicht ständig an irgendwelchen edlen Rizoma-Teilen hängen bleiben würde. Spiegel, Hebel, Gabel- und Kettenschutz, und, und, und. Die Teileliste ist lang, und vor allem sündhaft teuer.

Ein Scrambler-Cafe-Racer-Hybrid: vom Basis-Modell „Icon“ ist nicht viel übrig geblieben. Die Front ist klassisch auf Cafe Racer getrimmt, Lampenmaske inklusive

Doch Frank Allekotte würde seine Leidenschaft verleugnen, hätte er sich nicht auch ums Fahrwerk gekümmert. Die Gabel wurde mit Parts von HH Race-Tech aufgewertet, ebenso der Stoßdämpfer, der durch ein Hightech-Teil aus gleichem Hause getauscht wurde. Um dem Motor etwas mehr Biss einzuhauchen, kam ein neues Mapping zum Einsatz. Jetzt macht die Ducati erst richtig Laune. 

Am Gasgriff
Fahrspaß garantiert. Auf diesen Nenner lässt sich die M.A.D-Rizoma-Ducati reduzieren. Um das Teil sein Eigen zu nennen, sind knapp über 20.000 Euro über den Tresen zu schieben. Wer jedoch weniger Wert auf CNC-Optik legt und sein Budget mehr auf das Erlebnis ausrichtet, bekommt eine kleine Granate, mit der es sich herrlich durch die Gegend wuseln lässt.

Technik
Ducati Scrambler ICON | Bj. 2016

Motor
Zweizylinder-Viertakt, ohc-Zweiventiler,  
803 ccm (Bohrung/Hub 88 x 66 mm)
Kolben/ Zylinder: Ducati
Zylinderkopf: Ducati
Einspritzung: elektronisch geregelt 
Luftfilter: MWR
Auspuff: Quad-D
Leistung: 75 PS bei 8250 /min
Drehmoment: 68 Nm bei 5750 /min
Höchstgeschwindigkeit k.A.
Sonstiges: Rexxer-Mapping

Fahrwerk
Ducati-Stahlgitterrohrrahmen
Gabel: Ducati mit HH Race-Tech-Kit
Federbein: HH Race-Tech 
Räder: vorn 3,00 x 18 Zoll mit 110/80 R18, hinten 5,50 x 17 Zoll mit 180/55 R17
Bremsen: vorn 330-mm-Scheibe mit Vierkolbensattel, hinten 245-mm- Scheibe mit Einkolben
 
Zubehör
Tank: Ducati mit Sonderlackierung
Lenker: Rizoma-Stummel 
Kennzeichenhalter: Rizoma
Riemenabdeckung: Rizoma

Metrie
Gewicht fahrfertig: 186 kg
Radstand: 1445 mm

Info
www.mad-motorrad.de
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Stand:21 October 2018 04:07:10/bikes/ducati+scrambler+zum+cafe+racer+veredelt_171113.html