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AC Schnitzer BMW R nineT

Text: Heil/Mangartz  |   Bilder: Volker Rost
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AC Schnitzer BMW R nineT
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Hart am Asphalt – Wer eine BMW R nineT optimieren will, steht angesichts eines von Haus aus schon sehr guten Motorrades vor einer schwierigen Aufgabe. AC Schnitzer hat es trotzdem gewagt und sich auf Fahrwerk und Sitzposition konzentriert. Ein Fahrtest
Mit einer BMW R nineT kann man glücklich werden. Dazu muss man die knackige 1200er noch nicht einmal umbauen. Die 110 Pferdchen und der vom Keller bis ins Dachgeschoss reichende Nachdruck des dohc-Flat-Twins genügen für definitiv alles, was den Reiz des nackten Motorradfahrens ausmacht. Auch die hinreißende Optik besticht mit Manufakturcharakter. Fein dosierbare ABS-Stopper und ein Fahrwerk, das den ewigen Spagat zwischen sportlicher Präzision und unaufgeregtem Komfort tadellos meistert. »Mehr Motorrad braucht kein Mensch« – dieser mehrfach in den Redaktionsstuben -geäußerte Kommentar bringt es auf den Punkt.



Und doch: Optimierungsmöglichkeiten gibt es -immer. Womit die auf diesen Seiten zu bewundernde, aufge-brezelte AC-Schnitzer-Lady ins Spiel käme. Die Sitzposition der Serien-nineT beispielsweise, sie will für Langbeiner nicht so richtig passen. Die BMW ist eben doch ein ziemlich flaches Eisen, ihre Fußrasten sind vergleichsweise hoch montiert. Abhilfe schafft AC Schnitzer durch die verstellbare Fußrastenanlage aus eigener Fertigung. Etwas nach hinten gestellt, und schon passts deutlich besser. Selbst für Schuhgröße 45+ lässt sich der Schalthebel so positionieren, dass der Fuß ohne großes Rumgestochere im Getrieberühren kann. Da wird es bei der Serie schon mal eng.

Der 110-PS-Boxer springt regelrecht an den Start, grüßt beim ersten Gasstoß mit dem herrlich vertrauten Trägheitskippmoment der Kurbelwelle nach rechts. Weich und doch spontan hängt er am Gas, sein Sound lässt sofort den Mund offen stehen. Doch je intensiver die Auseinandersetzung mit der R nineT wird, desto stärker drängen die kleinen Schwachstellen in den Blick. Dann kommt die weich abgestimmte Upside-down-Gabel aus dem Tritt und lässt beim scharfen Anbremsen auf Block den Dialog mit dem Untergrund schon mal abreißen.



Dem vergleichsweise straffen Heck hingegen mangelt es auf Buckelpisten an Negativfederweg. Vor allem, wenn man das Heck per Vorspannung noch etwas anhebt, um mehr Schärfe ins Lenkverhalten zu bekommen. Und zack, schon ist man mittendrin im Umbauwahn. Stärkere Federn sollen die Gabel optimieren, die goldfarbenen Holme schwarz eloxiert werden, was dem Erscheinungsbild des Motorrads ungemein gut tut. Was soll auch der aufgesetzte Goldschmuck, wenn es keine schwedische Mastergabel ist? Es muss ja nicht gleich wie im Fall der Aachener Lady die voll einstellbare Vorderradführung der S 1000 RR sein.

Denn die Adaption des nineT-ABS an die Supersportgabel zieht einiges an Fummelei nach sich, um den Signal-geber anzuflanschen. Das ist keine passende Spielwiese für Hobbyschrauber. Doch ist diese Hürde genommen, offenbart sich ein eklatanter Unterschied in puncto Straßenkontakt. Zusammen mit der vorderradorientierten Sitzposition inhaliert das Frontend die Straße förmlich und klatscht mit jeder Kurve lässig ab. Das nach vorn gerückte Fahrergewicht macht den Lenkungsdämpfer eigentlich überflüssig. Bei der Serie, die mit Fahrer doch stark im Heck hängt, ist er zur Beruhigung der entlasteten Front im einen oder anderen Fall durchaus willkommen.



Auch heckseitig offenbaren sich Zugewinne an Verbindlichkeit. Das voll justierbare Touratech-Federbein arbeitet trotz aller sportlichen Härte spürbar feinfühliger als das Serienpendant, was bemerkenswerterweise nur unwesentlich auf Kosten des Komforts geht. Lediglich bei richtig groben Autobahnkanten keilt das Heck des Retroboxers schon mal unwirsch aus.

Damit füllt die AC-Schnitzer-nineT eine Lücke, die BMW schon vor zehn Jahren preisgegeben hat. Nach einigen Turns auf der Zotzenbacher Bergrennstrecke ist sie für uns eines: legitimer Erbe der R 1100 S. Für die Wandlung des harmonischen Serienroadsters zum polarisierenden Speedboxer zeichnet Schnitzer-Marketingmann Gino Schwarzenberg verantwortlich. Wer es also gerne auch mal eilig hat, dem offenbart AC Schnitzer tiefgreifende Optimierungsoptionen. Damit auch wirklich jeder mit der nineT glücklich wird.
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Stand:20 July 2019 18:37:36/bikes/bmw+r+nine+t_157.html Warning: fopen(cache/c74b891eaf8f0614bdce9673cc3702e2.html): failed to open stream: No such file or directory in /var/www/vhosts/tools.huber-verlag.de/httpdocs/files/trunk/Bootstrap3/files/templates/index_template.inc on line 160 Warning: fputs() expects parameter 1 to be resource, boolean given in /var/www/vhosts/tools.huber-verlag.de/httpdocs/files/trunk/Bootstrap3/files/templates/index_template.inc on line 161 Warning: fclose() expects parameter 1 to be resource, boolean given in /var/www/vhosts/tools.huber-verlag.de/httpdocs/files/trunk/Bootstrap3/files/templates/index_template.inc on line 162 Warning: chmod(): No such file or directory in /var/www/vhosts/tools.huber-verlag.de/httpdocs/files/trunk/Bootstrap3/files/templates/index_template.inc on line 163