Motormensch - Leben in Grenzbereichen

17.11.2017  |  Text: Hans-Georg Aschenbach  |   Bilder: Hans-Georg Aschenbach, Archiv
Motormensch - Leben in Grenzbereichen
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Vom Olympiasieger zum Motorradmensch – eine ungewöhnliche Biographie
Irgendwann und irgendwo wurde einst ein Junge geboren. Anfangs klein und pausbäckig und dafür oft gehänselt, wollte und sollte er später einmal die Welt bewegen. Nach einer vorbildlichen sozialistischen Karriere als Jung- und Thälmannpionier, später Mitglied der Freien Deutschen Jugend (FDJ) und – als Krönung – Parteigenosse der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED) wuchs er »behütet« in der früheren DDR auf. Entsprechend politideologischer Vorgaben und einer Portion talentiertem Ehrgeiz wurde aus ihm ein »Vorzeigeathlet« mit einem Olympiasieg und vier Weltmeistertiteln im Skispringen und Skifliegen. Dafür wurde er spät, aber dennoch in die »Hall of Fame« des deutschen Sports aufgenommen.

Als überzeugter Sozi hat er natürlich das Vaterland mit der Waffe in der Hand verteidigt, unter dem Motto »Die Blutspur führt nach Bonn« konnte er fast den Dienstgrad eines Oberst erreichen. Hier diplomierte er als Sportlehrer mit Lizenz als Trainer für Wintersport und studierte Human- und Militärmedizin mit der Facharztweiterbildung zur Sportmedizin. Nach dem Bekenntniswechsel und der politischen Flucht in die westliche Freiheit folgte die Aufnahme in die Freiburger Uni-Kliniken und die bis heute andauernde Tätigkeit als Privatarzt und Spezialist für Wirbelsäulen- und Gelenkerkrankungen. Später hat er ein Buch über sein erstes Leben geschrieben – nicht zur Ab- sondern zur Aufrechnung.

Auf dem Weg zum Mann gab es natürlich auch eine Motorradgeschichte. Erste Fahr-versuche mit Abrolltechniken auf Vaters JAWA 175. Dann ein erstes eigenes Bike, 1968 nach dem Sieg einer Junioren-EM von der ersten sozialistischen Siegprämie – eine MZ 150 mit beigefarbenem Tank und grünem Lacksatz. Irgendwann im freien Leben kam der Wunsch einer späten Anknüpfung an eine frühe Jugendliebe. Natürlich wollte und sollte es eine Harley-Davidson sein! Über Sporty, Softail, V-Rod, E-Glide, Bagger, die wie bei allen anderen Freaks auch mit ihm umgebaut wurden, entstand der Wunsch nach was Neuem.

Er wollte wissen, wie schwer der Aufbau eines eigenen Custombikes eigentlich ist und ob es möglich sei, mit vorhandenen Schrauberkenntnissen ein eigenes Motorrad umzubauen. Da ist sie wieder, die Grenzerfahrung. Heute ist es fertig, sein Custombike und er war sogar schon auf eurer Messe in Bad Salzuflen – ein erklärtes Ziel. Und er liest eure, unsere CUSTOMBIKE, tut ihm richtig gut für Herz und Seele. Parallel zum eigenen Bike-Build-Off wollte er darüber hinaus den Weg zum Mitglied eines MCs gehen und ist heute Member des Black Crew MC Germany.

Der Name seines Bikes ist natürlich »Borderline«, was in der Medizin den Blutdruck im Grenzbereich bezeichnet. Der Mann bin ich, mein Name ist Hans-Georg Aschenbach.«
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Stand:16 December 2017 11:46:21/szene/motormensch+-+leben+in+grenzbereichen_171018.html