Die fahrdynamischen Qualitäten der Suzuki M 1800R sind unbestritten. Aber das schwülstige Design spaltet die Lager. CUSTOMBIKE fühlt einer moderat verschlankten und kräftig individualisierten Intruder auf den Zahn
Carpe diem hat Stephan Schreiner von der Easy Motorradwerkstatt sein neuestes Werk nach einer Ode des römischen Dichters Horaz benannt. Frei übersetzt heißt das „nutze den Tag“, und Stephan hat gleich mehrere Tage genutzt, um aus einer etwas schwülstigen Suzuki M 1800 R einen sehnigen und spartanischen Powercruiser zu bauen. Der Rüsselsheimer Intruder-Spezialist schob eine fabrikneue „18er“ in seine Werkstatt und begann mit dem Umbau. „Ich wollte zunächst einmal das ganze Plastik reduzieren“, verrät Stephan seine Taktik.
„Den Motor optimieren? Der hat nun wirklich genug Qualm“
Dafür demontierte er die Kühlerverkleidung, baute eigene Ausgleichsbehälter, verlegte sie auf die rechte Seite und entwickelte einen eigenen Kühlergrill, der sowohl als optisches Element als auch als Steinschlagschutz dient. An den Rahmenunterzügen ging es nun bereits deutlich schmaler zu. Aus dem gleichen Grund änderte Stephan auch die rechts und links des Bikes herausquellenden Luftfilterdeckel ab: „Das Verschwinden der hässlichen Chrompickel auf beiden Seiten ist ein ein Muss für die schlanke Linie!“
Wer wissen will, wie sich die verschlankte Intruder fährt, findet einen ausführlichen Fahrtest im aktuellen Heft, Ausgabe 03/10