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Mitten in der Hauptstadt entstehen hochwertige Anzeigeinstrumente und Elektronik-Komponenten für Motorräder. CUSTOMBIKE hat die Herstellung der cleveren „Uhren“ begleitet
In der vierten Etage eines schön sanierten Industriegebäudes aus den Zwanziger Jahren befindet sich die extrem cleane Fertigungsstätte von motogadget. Freundlich empfangen mich die beiden Besitzer, Garrit und Heiko. Beide sind selbst echte Motorradfahrer. Produktentwickler Garrit hat seine Harley per Lastenaufzug in den Konferenzraum der Firma befördert, seine abgewetzte Z-Kawa steht vier Etagen tiefer vor dem Eingang. Heiko füllt seine Garage mit feinen Italienern. Auf dem Schrank gegenüber seinem Schreibtisch liegt der Gitterrohrrahmen einer Ducati 750 TT2: „Das seltene Sportbike ist gerade in der Mache“. Neben den beiden Geschäftsführern arbeiten drei Angestellte in der Produktion und einer im Vertrieb. Dazu kommen fünf freie Mitarbeiter. Einen Ladenverkauf wollen die Tüftler aber nicht einrichten: „Das würde uns zu sehr von unserer eigentlichen Arbeit ablenken“, so Heiko.
Was wird hier eigentlich genau gemacht und warum mitten in Berlin, will ich wissen. „Nun, am Anfang stand der Wille, ein möglichst kleines Universal-Instrument für Motorräder zu entwickeln“, erklärt Garrit. Da LCD-Technik nicht auf einen Rahmen für die Anzeigetafel verzichten kann, entschieden sich die beiden Berliner für LED-Technik.
Am Anfang stand der Wille, ein möglichst kleines Instrument zu entwickeln
„Damit kann man bis an den Rand des Gehäuses gehen. Weil wir in Punkto Qualität, Design und Innovation höchste Ansprüche haben, mussten wir neue Wege gehen“. Heraus kamen Artikel, die es so auf dem Markt noch nicht gab. Im Jahr 2000 haben die beiden Gründer mit dem motoscope light begonnen, einem halbkreisförmigen Kombiinstrument, das schnell auf große Nachfrage gestoßen ist. „Unseren Qualitätsanspruch können wir am besten mit Partnern hier in Deutschland erfüllen“, gibt Heiko zu bedenken, „sämtliche Fertigungsschritte werden daher bei uns oder in der direkten Nachbarschaft gemacht. Die CNC-Bearbeitung etwa macht eine Firma hier in Berlin“. 3D-Entwicklung, Passproben, Formen- sowie Prototypenbau, Komplettierung, Programmierung, Qualitätskontrolle und vieles mehr werden in den eigenen Räumen vorgenommen. Weiterhin wollten die Perfektionisten mehr als nur die üblichen Standardoptionen, also Drehzahl und Tacho, in ihre winzigen Instrumente integrieren. Dank Feinstleitertechnologie konnte je nach Gerät Ganganzeige, Temperatur, Schaltblitz, Kontrolleuchten und anderes untergebracht werden.
Was es alles auf dem Rundgang durch die Fertigungsstätte zu sehen gibt und wie die elektronischen Mini-Instrumente von motogadget angeschlossen werden, verrät die aktuelle CUSTOMBIKE
Text: Dirk Mangartz Bilder: Dirk Mangartz
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