| Von der Stange … |
... bis zum fertigen Lenker ist es je nach Typ eine ganze Menge Arbeit. Dafür gibt es mittlerweile aber sogar die Möglichkeit ein Individualteil TÜV-konform fertigen zu lassen
Ein Lenkerumbau gehört fast schon zum guten Ton, letztendlich bringt er ja auch meistens nicht nur eine markante optische Abgrenzung zum Originalzustand, sondern in den meisten Fällen auch eine für den Fahrer besser zugeschnittene Sitzposition. Um das zu erreichen, gibt es eine Vielzahl von Lenker-Typen. Und vielfach sind auch neue Riser von Nöten, um sein Zeil zu erreichen. Hierfür können dann auch schnell mal um die 200 Euro zu berappen, wobei die Kosten von etwa 80 Euro für einen entsprechenden Lenker noch dazukommen. Der besteht dann aus verchromtem Stahl, ist entweder durchgängig zöllig oder hat einem Durchmesser von 22 mm. Wer dann aber das gute Stück ein wenig kürzen oder zugunsten der Kabelinnenverlegung anbohren will, bekommt dazu durch das beiliegende Gutachten meistens einen Riegel vorgeschoben.
Individualismus heißt nicht mehr unbedingt gesetzlos
Es gibt aber auch die Möglichkeit sich seinen individuellen Lenker bauen zu lassen, sogar ganz TÜV-konform und erschwinglich. Diese Variante bietet in Deutschland das V-Team in Ibbenbüren. Hier bekommt ihr alles von der Dragbar bis zum himmelhohen Ape, aber auch eigens vom V-Team designte Exemplare. Der erste Vorteil ist, dass alle Lenker aus Edelstahl hergestellt werden und per Gutachten die Lizenz zum Anbohren besitzen. Dieses muss im Normalfall jedoch selbst durchgeführt werden, da je nach Motorrad, Riser und Lenkerstellung die Löcher an anderen Stellen nötig sind. Bei allen Typen hat der Kunde die Wahl zwischen zöllig und fetten 30mm, 22mm sind nur als Griffenden möglich. Um von einem größeren Durchmesser auf das benötigte Normalmaß zu kommen gibt es mehrere Möglichkeiten. Die erste ist das radikale Absetzen auf den dünneren Querschnitt. Wer jedoch einen fließenden Übergang wünscht, kann den Effekt durch Konifizierung auf das entsprechende Wunschmaß erreichen. Und wer dann nicht weiß, was für Riser er nehmen soll, der kann sich diese auch klemmen. Es gibt nämlich Lenker mit integrierten verstellbaren Risern, welche eine individuelle Einstellung erlauben. Der Ausgang für die Kabel ist hierbei nur separat möglich. Um diese zu verstecken hilft nur ein dritter Riser oder angeschweißte Halter mit Kabelinnenführung. Um zu sehen, welcher Aufwand hinter einer Lenkerproduktion steckt, haben wir uns mit einem Bike vor Ort in Ibbenbüren eingefunden, um die Produktion zu verfolgen.
Und was dabei herausgekommen ist, lest ihr in der aktuellen CUSTOMBIKE 1/10
www.v-team.de
Text: Lothar Steinmetz Bilder: Lothar Steinmetz
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