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Das Magazin für umgebaute Motorräder

CUSTOMBIKE
Bikes
News
Szene
Technik

INHALT 5/2014


Editorial

Schwarz Malerei
Ist Silber eigentlich schon bunt und gibt es Metalflake auch in Schwarz matt?


Als ich kürzlich bei einem Custom-Painter neugierig die neuesten, grellen Pearleffekt-Farben betrachtete, führte der mich wortlos in seinen Trockenraum, wo ausschließlich schwarze, meist mattschwarze Teile unter der Decke hingen. Metalflake-, knallige Wrinkle- und Neonlacke verwende er fast ausschließlich für die eigenen Demonstrationsobjekte. Die meisten schauten sich die farbenfrohen Teile gerne an, aber wenn es darum gehe, die eigene Maschine farblich zu gestalten, dann stehe Schwarz eindeutig ganz oben auf der Wunschliste. Selbst Platingrau oder Mattsilber seien den meisten Kunden dann doch zu schreiend. Wenige Tage später bestätigte mir ein bekannter Bikebuilder diese Momentaufnahme. Eigene Showbikes spraye er gerne kunterbunt. Verkaufen würde er fast ausschließlich schwarze Bikes. CUSTOMBIKE 5/2014Selbst die Schaustücke müsse er umlackieren, wenn er sie dann irgendwann verkaufen wolle. Keine Frage: Deutschland ist Schwarzland. Dass 21 Prozent aller Deutschen ein schwarzes Auto fahren wollen und damit der dunkle Farbton absoluter Spitzenreiter ist, lässt ja noch genügend Spielraum für den Rest des automobilen Farbspektrums. Dass aber gefühlte 90 Prozent aller Custombike-Fahrer ein zutiefst dunkles Lackkleid bevorzugen, bestätigt die Beobachtungen, die wir alle auf der Straße machen können. Während nämlich in den meisten europäischen Staaten – von Finnland bis Portugal – gerne auch mal kräftig die Mischbank gefordert wird, während in den USA die Glimmertöne der Hippie-Ära Wiederauferstehung feiern, erfreuen wir uns traditionell an düsterer Coolness. Ist es fehlender Mut? Oder ist Schwarz einfach nur lässiger als der Rest der Palette? Etwa stilsicherer? Vielleicht ist es auch einfach der Wunsch nach sichtbarer Zugehörigkeit zu einer Gemeinschaft. Denn schwarze Bikes haben bei uns Tradition. Bis in die Sechzigerjahre hatten deutsche Serienbikes schwarz lackiert zu sein. Und unter den Custombikes war düster schon vor 15 Jahren der Renner und zählt damit auch hier längst zur typisch »Deutschen Schule«. In Zeiten, in denen es selbst pinkfarbene Handfeuerwaffen ab Hersteller gibt, ist das doch ein echtes Markenzeichen.

Dunkle Grüße
Dirk Mangartz





Inhalt der Ausgabe

CUSTOMBIKE Mai 2014

Bikes
Technik

Szene
Rubriken
  • Editorial: Schwarzmalerei
  • Motormoment: Auf der Rampe
  • Neues und Trends: Infos kompakt
  • ABO: Custombike frei Haus
  • Leserbriefe: In eigener Sache
  • Kleinanzeigen: Gesucht-gefunden
  • Anzeigenindex: Kurz und fündig
  • Schaufenster: Wild Star, megabreit
  • Termine: Erste Treffen der Saison
  • Motormensch: Bill Dodge





Daytona Bike Week 2014

Daytona Bike Week 2014Nach ein paar Bier und mehreren Stunden ist die Murmel komplett reizüberflutet. Wir sind mitten im Epizentrum der Daytona Bike Week, Central Main Street. Es riecht nach Bier, BBQ und über allem hängt der bleifreie Nebel aus verbranntem Sprit. Die Boss-Hoss-Parade mit mehr als 100 adipösen V8-Bikes hinterlässt hier ebenso eine markante Duftnote wie die des nicht enden wollenden Stroms aus Harley-Tourern und Gold Wings – von denen es scheinbar noch mehr Trike-Versionen gibt als Servicars und Tri-Glides aus Milwaukee. Lambretta-Roller und Dreizylinder-Kawas puffen vereinzelte Zweitakt-Wölkchen in die Dunstglocke. Nach knapp fünf Stunden ist das Maß des Erträglichen erreicht. Es ist nicht wirklich witzig, sich eine Klobürste auf den Helm zu schrauben. Beim ersten Mal fotografiert man sowas noch aus purem Reflex, beim achten Mal bleibt nur Verachtung. Weg hier.
Daytona Bike Week 2014
Die Motorrad- und Custom-Industrie konzentriert sich mittlerweile auf zwei Hot Spots. Zum einen auf das weltweit größte Harley- und Custom-Areal »Destination Daytona«, im Norden an der US 1 gelegen. Hier wurde noch lange vor der Krise ein Mammutprojekt in den Sumpf gehämmert, das längst von der Realität entzaubert wurde. Außer JP Cycles und der Harley-Vertretung sind praktisch alle großen Namen wieder verschwunden, selbst der Arlen-Ness-Store hat dicht gemacht. Die Motorradhersteller selbst prostituieren sich am Speedway. Während Honda recht lustlos die Modellpalette präsentierte, scheint japanseitig einzig bei Yamaha etwas Inspiration im Spiel zu sein. Die wirklich hübsch gemachten Umbauten der wiederauferstandenen SR-Eintöpfe und des Sportster-Konkurrenten »Bolt« konnten überzeugen. Eric Buells neue Rotax-Racer gehen komplett am Publikum vorbei, dagegen sorgt das Comeback von Indian für Furore. Der neue Mutterkonzern Polaris hat mit der Schwestermarke Victory ja bereits hinlänglich bewiesen, dass er was von gehobener V2-Kultur versteht. Frech wirbt Indian damit, Amerikas erster Motorradhersteller zu sein und sieht nonchalant darüber hinweg, ein halbes Jahrhundert tot im Wigwam gelegen zu haben. Die Zangen-Strategie jedenfalls, Harley von unten mit Victory und von oben mit Indian anzugreifen, könnte aufgehen. Erst recht, wenn sich bewahrheitet, was derzeit gemunkelt wird. Nämlich, dass eine neue 1200er Scout als direkter Sportster-Konkurrent noch in diesem Jahr debütieren soll.
Daytona Bike Week 2014
Der Besuch auf Daytonas Bikeshows ist ernüchternd: Auf Harleys Ride In-Show parken kaum mehr als 20 mäßige Bikes. Auch die Rat’s Hole Show bleibt deutlich zweistellig und bietet nur wenig Spektakuläres – bis vor ein paar Jahren war das hier noch das wichtigste Custombike-Event weltweit. Immerhin kann die Boardwalk-Show dieses Jahr an bessere Zeiten anknüpfen. Bezeichnend trotzdem, dass auf den drei großen Traditions-Shows der gleiche Kackstuhl im Rampenlicht steht und Pokale gewinnt – ein total überschwurbeltes Ritter-Themenbike.
Daytona Bike Week 2014
 

Ganz anders Willie’s Oldschool Chopper Show auf dem Parkplatz von Tropical Tattoo. Hier sind die Oldschooler, Hipster, Schrauber und Trittbrettfahrer. Hier stehen die Bikes im Westcoast-Style, hier ist jeder ein gottverdammter Motherfucker. Tot sind dagegen eine ganze Reihe von Locations, die früher mal places to be waren. Der noch vor zwei Jahren total gehypte Limpnickie Lot mit den dauerbekifften Nachwuchsschraubern und das Areal bei Millers, der Broken Spoke Saloon und die North Beach Street. Selbst Bruce Rossmeyers alter Harley-Laden auf der anderen Straßenseite steht jetzt leer. In dessen Backyards, wo einst die Top-Customizer ihre Zelte aufschlugen, wuchert heute das Unkraut. Das kratzt hier aber alles keine Sau, denn das Spaßangebot bleibt unübertroffen üppig: Am Speedway fahren die Superbikes um die Krone der Daytona 500, die Dirttracker toben im wilden Drift durchs Oval. Überall gibt es Swap Meets, Bikeshows, Wet-T-Shirt-Contests und Bikini-Mädels, die die Bikes unter den sabbernden Blicken der Besitzer für 10 Bucks von Hand putzen. Wer sich in den unzähligen Saloons bei Live-Mucke und Hektolitern Bier und Whisky langweilt, ist selbst schuld.

Text: Carsten Heil
Bilder: Carsten Heil

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Show Me Your Garage

Show Me Your Garage »Cycle Lodge«Jede große Idee braucht eine Kommandozentrale, einen Ort, an dem die Fäden zusammenlaufen. Idealerweise ist dieser Ort auch noch verdammt cool und abgedreht, authentisch und nah am Puls. An diesem Ort sitzen die Produktivsten und Talentiertesten ihrer Zunft, beraten, planen und organisieren. Sie brüten Ideen aus, die weiterbringen und scharen Leute um sich, die das unterstützen. Und Besucher des Ortes gehen mit viel »Ah« und »Oh« durch die Räume, tragen den Mythos weiter und berichten vom «Stunning Place«. Stunning steht für atemberaubend und kaum ein Adjektiv wird im Bezug auf die »Cycle Lodge« häufiger gebraucht. Das unscheinbare Gebäude, das diesen Kreativpool beherbergt, ist irgendwo im Orange-District in Kalifornien. Wo genau wissen nur Insider, wir fahren mit unserem amerikanischen Freund Otto vom Teilehersteller Biltwell zur Cycle Lodge, um unseren Lesern in Deutschland diesen magischen Ort zumindest im Ansatz zu zeigen. Als wir ankommen, warten Grant Peterson und Mike Davis, zwei der Hausherren der Cycle Lodge, bereits auf uns. Der dritte Show Me Your Garage »Cycle Lodge«Miteigentümer, der Lackierer Harpoon, wird hier zu normalen Uhrzeiten nur selten gesehen, »er schleicht meistens nachts hier rum, wenn sonst keiner da ist«, schmunzelt Mike. Er und Grant waren vor ein paar Jahren sowas wie der Defibrillator für die taumelnde, kalifornische Umbau-szene. In ihrer Cycle Lodge ersannen sie die Idee einer eigenen Show, hier scharten sie alle um sich, die sie für ihr Vorhaben brauchten, hier wurde eine Marketingstrategie vom Feinsten ersonnen und hier feierten sie die Wiederauferstehung vom Mythos Southern California. Die Born Free-Show, die Grant und Mike veranstalten, gilt mittlerweile als eine der wichtigsten Bikeshows weltweit und ist eines der wenigen Großevents, das in privater Hand und Verantwortung liegt.

»Unser Hauptquartier hatte einen wesentlichen Anteil an allem«, erzählt Grant, als wir endlich eintreten dürfen. Durch eine kleine Tür betreten wir eine für amerikanische Verhältnisse recht große Halle. Zwei schlichte Arbeitsbühnen aus Holz, viele Bikes, noch mehr Teile. In einer Ecke ein großer Holztisch, auf dem sich bergeweise Moppedzeitschriften aus aller Welt stapeln. Am Tisch sitzen Männer und trinken und reden und philosophieren. Es ist die Créme de la Créme kalifornischer Umbauer. »Die meisten sind jeden Dienstag hier«, erzählt Grant, »da ist offenes Treffen in der Lodge und jeder willkommen.« Die Dienstage sind schwer beliebt, ansonsten gibt es für die Lodge keine festen Besuchszeiten. Die Jungs kommen und gehen, wie es passt und notwendig ist. Schon die Werkstatthalle der Lodge überfordert uns, so viel Kram, so viel Zeug. Show Me Your Garage »Cycle Lodge«»Unsere Garagen waren bis zum Brechen gefüllt, wir wussten nicht mehr wohin mit all dem Kram«, erwidert Mike unsere erstaunten Blicke. »Als die ersten Ideen für eine gemeinsame Show anstanden, kauften wir dieses Gebäude, um allem eine Heimat zu geben.« Nun wäre die Halle allein ausreichend für ein Garagenporträt wie dieses gewesen, wenn die Cycle Lodge ihre absolute Faszination nicht in weiteren Räumen vollends entfalten würde.
 
Da sind die Büros der beiden Born Free-Veranstalter, ein Wohnzimmer, in dem zwischen Flachbildfernseher und Sofa mal eben ein Motorrad steht, ein kleiner Verkaufsraum für Merchandise, Flure, Zimmerchen und eine Toilette, auf der man mehr zu gucken hat, als die meisten Leute in ihrem kompletten Haus. Alles ist vollgestopft mit Kunst, Büchern, Spielzeug, Motorradkultur, Teilen, Artefakten und Show Me Your Garage »Cycle Lodge«ausgestopftem Getier. Vieles skurril, vieles befremdlich, anderes total geil und abgedreht. Der »Haben wollen«-Reflex ist hier definitiv weitaus größer als sonstwo. Auch nach stundenlangem Umherstreifen würde man vermutlich immer noch Neues entdecken. Mike erklärt: »Ihr braucht nix zu sagen, ich weiß, dass das Sammeln eines meiner größten Probleme ist. Ich kann mich einfach nicht trennen. Und Grant, tja, den verfolgen offensichtlich dieselben Dämonen. Wir sind grundsätzlich schon bereit, auch Sachen zu verkaufen. Aber irgendwie machen wir immer Rückzieher, wenn es ernst wird. Aber ernsthaft, wir müssen daran arbeiten.« Zu den drei Männern der Lodge gehören natürlich auch Bikes. Harpoon fährt eine Pan, Grant seine Shovel und Mike eine Boattail-Sporty. Selbstverständlich wird an den Karren geschraubt, wie auch viele Customizer gerne mal in der Lodge arbeiten. Hier herrscht nämlich mehr Platz als in den meisten Profi-Werkstätten im Sonnenstaat. Aber es ist Dienstagabend, geschraubt wird heute nicht. Sondern gequatscht, getrunken und gelacht – noch bis tief in die Nacht hinein, an einem Stunning Place.








Text: Katharina Weber
Bilder: Benjamin Grna

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INHALT 4/2014

Editorial

Unterwegs, statt nur am Ziel
Wir rufen den Saisonstart aus! Jetzt! Sofort!

Neulich bekam ich einen Anruf von einem Leser, er bot uns eine Geschichte an, eine Reisestory um genau zu sein. Und dann erzählte er mir, dass er mitsamt seiner umgebauten Yamaha und einem guten Kumpel eine Tour machen würde, zwei Monate lang, durch Süd- und Osteuropa. Ich gestehe, ich war ein bisschen neidisch, ziemlich begeistert und sehr interessiert. Ich bat ihn, seine Reise für uns zu dokumentieren, wünschte viel Spaß und gute Fahrt und legte auf. Es war genau dieserCUSTOMBIKE 4-2014 Moment, den man jedes Jahr aufs Neue erlebt. Der Moment, der dir sagt: Die Saison beginnt! Zugegeben, der letzte Winter war keine wirklich harte Angelegenheit, und trotzdem, dieses »Es geht los«-Kribbeln ist dasselbe wie immer. Wir haben die Garagenphase hinter uns, wir holen die Mühlen raus, wir planen die ersten Touren. Auf unserem Redaktionsschreibtisch stapeln sich die Veranstaltungsflyer, wir buchen Tickets für die großen Shows weit weg, planen aber auch die Trips nach Herten, Hamburg und Kaldenkirchen, nach Amsterdam oder Biarritz, an die belgische Grenze oder in die Schweiz, träumen von italienischen Treffen, der Isle of Man und den Highlights um die Ecke. Unsere Reporter schwärmen aus, alles für euch mitzunehmen, machen Vorschläge für Touren und die Berichte, die wir darüber veröffentlichen werden. Es melden sich reihenweise Leute bei uns, die die Ergebnisse der dunklen Jahreszeit präsentieren wollen, die vielen Bikes, die in den letzten vier, fünf Monaten darauf hingeschraubt wurden, sie endlich auf die Straße zu bekommen. Sie allen zu zeigen, sie bewundern zu lassen und, natürlich, sie zu fahren. Es geht zu wie im Taubenschlag, die Motorradwelt ist aus dem Winterschlaf erwacht. Und bei allem ist entscheidend, wer fährt mit wem auf welchem Bike wie wohin. Der Weg ist das Ziel und wir sind mitten auf der Straße.

Mit dieser Ausgabe unseres Magazines erklären wir also die Saison für hochoffiziell eröffnet, haben wir jetzt mal so entschieden. Als erstes Schmankerl haben wir für euch zum Beispiel eine kleine, feine Sportster über spanische Straßen getrieben, ihr lest den Bericht dazu ab Seite 42. Und wir haben einen dieser typischen Männerausflüge begleitet, ein paar Jungs auf alten Hobeln für ein paar Tage unterwegs. Die haben nämlich genau das gemacht, was die Quintessenz ist: Fahren und eine gute Zeit haben, nachzulesen ab Seite 122 in dieser CUSTOMBIKE. Bleibt nur ein Problem: Bei derartigen Jungs-Veranstaltungen sind Frauen verpönt. Aber ich habe schon einen Plan: Meine Freundin Annika hat sich gerade eine Sporty gekauft. Ich werde sie direkt anrufen und mit ihr eine Damenausfahrt planen. Was ihr könnt, können wir schon lange. Der Weg ist das Ziel.

Abfahrt befohlen, meint
Katharina Weber





Inhalt der Ausgabe

CUSTOMBIKE April 2014

Bikes
Yamaha XS Special
  • First Fourstroke: Die Geschichte der Yamaha XS 650
  • Swedish Bobber: Gertenschlankes Alltagsshowbike
  • Classic Racer: An-Bu und der japanische Stil
  • Rigid-XS: Traditioneller Starrrahmen-Aufbau
  • In Between: Wenn Gussräder zum Stilmittel werden

Technik
  • Einspeichen: In Heimarbeit zum Speichenrad                  
  • Expensive Trash: Wo Chopper und recycelte Skatedecks zusammentreffen
  • Frau Reuter testet: Klebeband sollte vor allem eins: kleben

Szene
Rubriken
  • Editorial: Saisonstart
  • Motormoment: In der Wand
  • Neues und Trends: Infos kompakt
  • ABO: Custombike frei Haus
  • Leserbriefe: In eigener Sache
  • Kleinanzeigen: In Kauflaune?
  • Anzeigenindex: Kurz und fündig
  • Schaufenster: V2 und fahrbar
  • Termine: Messen und Märkte
  • Motormensch: In Extremo


Text: CUSTOMBIKE
Bilder: CUSTOMBIKE

INHALT 5/2014

Editorial

Schwarz Malerei
Ist Silber eigentlich schon bunt und gibt es Metalflake auch in Schwarz matt?


Als ich kürzlich bei einem Custom-Painter neugierig die neuesten, grellen Pearleffekt-Farben betrachtete, führte der mich wortlos in seinen Trockenraum, wo ausschließlich schwarze, meist mattschwarze Teile unter der Decke hingen. Metalflake-, knallige Wrinkle- und Neonlacke verwende er fast ausschließlich für die eigenen Demonstrationsobjekte. Die meisten schauten sich die farbenfrohen Teile gerne an, aber wenn es darum gehe, die eigene Maschine farblich zu gestalten, dann stehe Schwarz eindeutig ganz oben auf der Wunschliste. Selbst Platingrau oder Mattsilber seien den meisten Kunden dann doch zu schreiend. Wenige Tage später bestätigte mir ein bekannter Bikebuilder diese Momentaufnahme. Eigene Showbikes spraye er gerne kunterbunt. Verkaufen würde er fast ausschließlich schwarze Bikes. CUSTOMBIKE 5/2014Selbst die Schaustücke müsse er umlackieren, wenn er sie dann irgendwann verkaufen wolle. Keine Frage: Deutschland ist Schwarzland. Dass 21 Prozent aller Deutschen ein schwarzes Auto fahren wollen und damit der dunkle Farbton absoluter Spitzenreiter ist, lässt ja noch genügend Spielraum für den Rest des automobilen Farbspektrums. Dass aber gefühlte 90 Prozent aller Custombike-Fahrer ein zutiefst dunkles Lackkleid bevorzugen, bestätigt die Beobachtungen, die wir alle auf der Straße machen können. Während nämlich in den meisten europäischen Staaten – von Finnland bis Portugal – gerne auch mal kräftig die Mischbank gefordert wird, während in den USA die Glimmertöne der Hippie-Ära Wiederauferstehung feiern, erfreuen wir uns traditionell an düsterer Coolness. Ist es fehlender Mut? Oder ist Schwarz einfach nur lässiger als der Rest der Palette? Etwa stilsicherer? Vielleicht ist es auch einfach der Wunsch nach sichtbarer Zugehörigkeit zu einer Gemeinschaft. Denn schwarze Bikes haben bei uns Tradition. Bis in die Sechzigerjahre hatten deutsche Serienbikes schwarz lackiert zu sein. Und unter den Custombikes war düster schon vor 15 Jahren der Renner und zählt damit auch hier längst zur typisch »Deutschen Schule«. In Zeiten, in denen es selbst pinkfarbene Handfeuerwaffen ab Hersteller gibt, ist das doch ein echtes Markenzeichen.

Dunkle Grüße
Dirk Mangartz





Inhalt der Ausgabe

CUSTOMBIKE Mai 2014

Bikes
Technik

Szene
Rubriken
  • Editorial: Schwarzmalerei
  • Motormoment: Auf der Rampe
  • Neues und Trends: Infos kompakt
  • ABO: Custombike frei Haus
  • Leserbriefe: In eigener Sache
  • Kleinanzeigen: Gesucht-gefunden
  • Anzeigenindex: Kurz und fündig
  • Schaufenster: Wild Star, megabreit
  • Termine: Erste Treffen der Saison
  • Motormensch: Bill Dodge







Text: CUSTOMBIKE
Bilder: CUSTOMBIKE


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