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zurück zur Übersicht | Royal Enfield Bullet

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Seit 1955 gibt es Royal Enfield in Indien
Die Royal Enfield Bullet ist das hubraumstärkste Motorrad, das in Indien produziert wird. CUSTOMBIKE wagte einen Blick in die Produktionsstätte der fabrikneuen Klassiker.

Trotz einiger geringfügiger Zugeständnisse, die der Moderne geschuldet sind, bleibt das „Flaggschiff“ aus dem Hause Royal Enfield quasi seit 75 Jahren beinahe unverändert. Angesichts der acht Millionen Zweiräder, die jedes Jahr in Indien produziert werden, worunter sich in erster Linie 100 ccm Nutzfahrzeuge befinden, die in japanischer Lizenz produziert werden, erscheint der Beitrag von Royal Enfield eher winzig. Das legendäre Bullet-Bike verteidigt seine Position dank eines Images als „Königin der Straße“, das es sich über Jahre hin erworben hat. Als Ausstatter der indischen Armee und Polizei, wird die Bullet als Motorrad der Elite betrachtet. Jeder kann für 96.000 Rupien, welches in etwa 1.500 Euro entsprechen, solch ein Motorrad erwerben, das für Macht und soziale Anerkennung steht. Ein wahrer Glücksfall im Land des Kastensystems.

Als Ausstatter der indischen Armee und Polizei gilt die Bullet als Motorrad der Elite

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„Eine Bullet ist ein Exklusivprodukt, das man selbst unterhalten wie auch reparieren muss, was aber eine Freude ist, wenn man ein leidenschaftlicher Freak ist“, unterstreicht Prashi, der Präsident des Rolling Thunder Motorcycle Clubs aus Bangalore. Kreiert Anfang des letzten Jahrhunderts, musste die Produktion der britischen Marke Ende der 60er Jahre eingestellt werden. Aber ihr indischer Partner, der die Bullet bereits seit 1955 für den indischen Binnenmarkt hergestellt hatte, erwarb die Rechte für das Volumenmodell. Es handelte sich dabei um ein einfach ausgestattetes einzylindrisches Motorrad, das es nur in zwei Ausführungen gab. Eine 350 ccm-Maschine für den internen Markt und eine 500er, welche hauptsächlich für den Export bestimmt war. Auf der Einfahrbahn in der Fabrik gibt es ein zehn Meter langes Oval, das jedes vom Band kommende Motorrad drei Mal durchlaufen muss. Die 450 Angestellten aus der Fabrik von Chennai (der neue Ortsname von Madras) wissen, dass sie für eine lebende Legende arbeiten.


... weiter geht´s in der CUSTOMBIKE 4/09

Text: Thierry Butzbach
Bilder: Thierry Butzbach

18.06.2009   Link zu diesem Artikel an einen Freund senden nach Oben Kommentar schreiben
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