| Aufstand der Kleinen |
Ein Besuch der Eicma 2009, der wichtigsten europäischen Motorradmesse, gibt einen Ausblick auf kommende Generationen und bestätigt die Zuversicht in die kleinen italienischen Motorradmarken
Entgegen allen Befürchtungen konnten die Veranstalter der 67. Ausgabe der Mailänder Motorradmesse hoch zufrieden sein: Rund 450.000 Besucher schoben sich durch die sechs Messehallen, in denen 1341 unterschiedliche Marken ihre mehr oder weniger interessanten Neuheiten präsentierten – keine wirklichen Sensationen, aber immerhin einige interessante Trends. Wer jeden der insgesamt 55.000 Quadratmeter unter die Lupe nehmen wollte, musste sicher drei Tage im schönen Italien verweilen – der durchschnittliche Messebesucher schaffte höchstens 30 Prozent.
Die wesentlichen Neuheiten kamen dann auch aus dem Land der Messeveranstalter
Die wesentlichen Neuheiten kamen dann auch aus dem Land der Messeveranstalter. Auch wenn der Motorradhersteller MV Agusta schon wieder zum Verkauf steht, zeigten die Italiener gleich ein paar interessante Bikes: Die neue Brutale 990 R und eine 1090 RR, vor allem den neuen Supersportler F4. Beim kleinen Hersteller Moto Morini gab es die Gran Ferro 1200 und die Gran Motard, eine Supermoto-Version der bekannten Granpasso. Mit viel Tam Tam wurde die neue Ducati Multistrada 1200 von den Besuchern "Zum besten Bike der Show" gewählt. Der Stand von Moto Guzzi quoll zur Freude vieler Italiener fast über vor lauter Neuigkeiten. Die Motorrad-Designer Miguel Galluzzi und Pierre Terblanche sorgten mit drei V12-Concept-Bikes für ziemliches Aufsehen gesorgt. Die V12 LM als Naked-Bike, die X als Supermotard und die Strada waren einige der Highlights für die Italo-Fraktion unter den Besuchern.
Was die anderen Nationen zu bieten hatten, steht in der neuen CUSTOMBIKE 1/10
www.eicma.it
Text: Andreas Güldenfuß Bilder: Andreas Güldenfuß
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