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BIKES
Harley Panhead: Schönheit aus Japan
Suzuki GS 750: Ein Racer, der die Geister scheidet
Victory Octane: Der sportliche Cruiser
Triumph TR6: Handwerkskunst am Paralleltwin
BMW R60/5: Scrambler deluxe
Harley Softail: Neue Technik, alter Look
Yamaha Virago: Spardose aus der Privatgarage
Kawasaki W650: Lässiger Waldräuber
Harley Pan-Shovel: Showbike mit Fahrqualitäten

SZENE
Show me your Garage: Der Typ, der in der Garage wohnt
Abstecher: Mit den Quake City Rumblers durch Neuseeland

TECHNIK
Technik: Kleines Teil, große Wirkung: Alles über Tankdeckel
Frau Reuter Testet: Von Wurststangen und Lötkolben

HEIMAT
Editorial: Der vergessene Stil
Motormoment: Daytona Bike Week
Anlasser: Der Überchopper
Termine: Messen, Shows und Partys
Detailverliebt: Jolly Joker
ABO: Custombike frei Haus
CB-Wettbewerb 2017: Alle mitmachen
Schaufenster: Neue Moped-Produkte
Kleinanzeigen: Gesucht-gefunden
Anzeigenindex: Kurz und fündig
Motormensch: Jessica Love

Der vergessene Stil

Saisonstart 2017 bei den Vertragshändlern und der neue Modelljahrgang blinkt um die Wette. Einige Zeit nachdem die Cafe-Racer- und Scramblerszene zunächst Fahrt aufnahm, um anschließend förmlich zu explodieren, haben nun alle Hersteller entsprechende Modelle im Programm. Geopfert wurde dafür anscheinend ein anderer Teil der Motorradkultur, die Cruiser. So kommt es, dass Harley-Davidson und Indian mehr Cruiser in der Modellpalette haben, als alle anderen Hersteller zusammen. Die großen Kawa-V2s oder Suzukis Intruder, die Shadows oder die Yamahas mit 1300 oder 1900 Kubik – alle weg. Lediglich Triumph und Moto Guzzi haben neben den Amerikanern aktuell noch den Mut, einen Bobber ab Werk anzubieten. Gerade bei Triumph zeigt sich das schon jetzt als Erfolg, der Bobber aus Hinckley wurde von der Gemeinde wohlwollend aufgenommen.

Nun sind auch wir ein Magazin, das jeweils aktuelle Strömungen aufgreift. Die letzten drei Jahre gab es bei uns daher auch vermutlich so viele alte Zweiventil-BMWs, knackige Tracker und Scrambler und krasse Cafe Racer zu sehen wie selten zuvor. Das war und ist völlig richtig so, denn was wären wir für ein Magazin, wenn wir nicht dem Zeitgeist folgen würden. Zumal man sich auch von den luftigen Rennkisten eine fette Scheibe Ideen für den eigenen, womöglich nicht ganz so sportlich ausgelegten Umbau abschneiden kann. Dass die Cruiser gerade im Custombereich aber trotz aller Unkenrufe und abseits der ewig großen Harleyszene immer noch extrem stark vertreten sind, erleben wir aktuell. Derzeit werden uns von vielen Privatschraubern plötzlich wieder jede Menge Intruders, Kawa VNs, Shadows und Savages fürs Magazin angeboten. Weil wir für die Vielfältigkeit unserer Szene stehen, freut uns das außerordentlich. Wir sind schon eifrig dabei, einige der Kisten fürs Magazin zu fotografieren, zumal die Umbauten auf diesem Sektor deutlich vielfältiger und mutiger geworden sind als noch vor fünfzehn Jahren, als die erste große Cruiserwelle rollte. Und wer weiß, was passiert, wenn die letzten Sprintschlachten geschlagen sind und die Gemeinde sich wieder nach etwas mehr Slow Motion sehnt. Dann erleben wir vielleicht auch im Serienbereich wieder neue Modelle, die cruisen und nicht nur angreifen. Solange es die nicht gibt, springen wie gewohnt die Schrauber und Customizer in die Bresche und halten den Motorradmarkt vielfältiger denn je – Glück gehabt.

Ein Hinweis in eigener Sache sei uns an dieser Stelle noch gestattet. Am 29. Juli 2017 werden wir das 25-jährige Bestehen unseres Magazines auf dem Gelände unseres Verlages mit einer Party feiern – ganz oldschool und ohne Schnickschnack. Die Infos dazu findet ihr auf Seite 11 dieser Ausgabe. Es würde uns freuen, ein paar von euch dort begrüßen zu dürfen. Und bringt eure umgebauten Karren mit, egal ob Cafe Racer, Chopper, Scrambler oder eben Cruiser.

Vielfalt sticht, meint Katharina Weber
im Namen des CUSTOMBIKE-Teams

 

Stand:23 August 2017 04:26:21/heft-abo/ausgabenarchiv/content-23656_40-23657_60