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08.03.2017  |  Text: CUSTOMBIKE  |   Bilder: Volker Rost

Zu Besuch in der Krautmotors-Garage

BITTE HIER UNBEDINGT EINEN SACHLICHEN TITEL EINTRAGEN


Seit Ende 2006 präsentieren wir in jeder neuen Ausgabe unserer CUSTOMBIKE die Werkstatt eines Lesers oder einer Schraubergemeinschaft, mittlerweile hat sich unsere Rubrik »Show me your Garage« zu einer der beliebtesten im Magazin entwickelt. Eine der ersten Garagen, die wir euch zeigten, war die Mannheimer Schrauberhöhle von Rolf Reick. Jede Menge Kreativität quoll schon damals aus der Garage im Stadtteil Vogelstang


Kommt euch das Gesicht zu dieser Garage bekannt vor? Kein Wunder, Rolf, dessen Schraubertempel wir hier vorstellen, war bereits 1992 mit seiner umgebauten Kawasaki KH 500 zum ersten Mal in unserem Magazin abgebildet. Bei seinem zweiten Auftritt – damals hießen wir noch Bikers Live – räumte er mit seinem BMW-Bobber beim Custombike-Wettbewerb 2003 dann souverän den ersten Preis ab. Und jetzt präsentieren wir die Keimzelle all dieser ausgefallenen Ideen. Irgendwie können wir von Rolf nicht lassen. 

Nimmermüder Customdesigner: Rolf Reick 2007 in seiner Garage

Seit 20 Jahren haucht der Bastler seiner Doppel-Plus-Garage im Mannheimer Stadtteil Vogelstang kreatives Leben ein. Die schlauchförmige Halle im Erdgeschoss eines Mehrfamilienhauses ist gespickt mit Erinnerungen und Plänen für die Zukunft. Schraubte der Rhein-Neckar-Rocker in den Anfangsjahren noch mit Vorliebe an VW Käfer Cabrios und Volksporsche herum, hat sich sein Interesse seit 13 Jahren ausschließlich auf die Pflege und Lagerung von Motorrädern verlagert. Und selbstverständlich auf den Umbau von Bikes sowie die Neukreation von fahrbaren Skulpturen. Denn Rolf arbeitet hauptberuflich als Designer. Da ist es kein Wunder, dass seine Bikes sich aus der Masse deutlich abheben. 

Die Sündkerze auf dem Helm: Nur eines von zahlreichen Designs, die Rolf entwickelt hat

Seine Zweirad-Kollektion kann sich sehen lassen. Im Alltag fährt Rolf eine 1984er Harley-Davidson FLT, entkleidet, ungeputzt und angerottet. »Mit dem angelaufenen Alu und dem Riss in der Sitzbank können die typischen Harley-Fahrer nicht viel mit anfangen. Ich fahr halt regelmäßig mit dem Ding zur Arbeit. Und für Sonntags hab‘ ich schließlich meine Japaner«, überrascht uns der Querdenker. Verkehrte Welt. Und tatsächlich hat Rolf sich für besondere Stunden seinen mausgrauen BMW R 75-Bobber mit /7-Motor, seine alte, sauber lackierte Café-Racer-Kawasaki KH 500 und eine weitere Dreizylinder-Kawa, eine frühe H1, aufgehoben. Doch damit nicht genug. In den Regalen rund um die Garage schlummern weitere Projekte: mehrere zerlegte Kawa-Zweitakter, Fragmente einer Martin, ein rostiger Russen-Seitenwagen … Dazwischen finden sich immer wieder interessante Fundstücke aus der fernen und nahen Vergangenheit. Alte Halbschalenhelme, natürlich selbst umlackiert, baumeln von der Decke, Ranzige Lederjacken aus den Siebzigern erzählen Geschichten aus der guten alten Zeit, der seltene Tank einer URS-Rennmaschine dekoriert die Wand. »Ich brüte ständig neue Ideen aus. Euren Kompressor-Umbau finde ich völlig scharf. Mal sehen was als nächstes kommt«, machte uns Rolf schon damals neugierig. Was tatsächlich folgte, waren noch einige Veröffentlichungen in diversen Magazinen, dazu Rolfs unermüdlicher Einsatz auf den Rennveranstaltungen Europas. Ob Sultans of Sprint, Essenza oder Starr-Wars-Race, Rolf mischt kräftig mit. Seine Krautmotors-Designs sind außerdem legendär, finden sich auf Stickern, Shirts und mehr. Ein echter Macher in unserer Szene – und die brauchen wir!

www.krautmotors.de

Text: CUSTOMBIKE
Bilder: Volker Rost

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