Yuri Shifs Ducky

23.01.2018  |  Text: CB  |   Bilder: CB
Yuri Shifs Ducky Yuri Shifs Ducky
Yuri Shifs Ducky
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2015 setzte sich Yuri Shif im European-Biker-Build-Off auf der CUSTOMBIKE-SHOW in Bad Salzuflen gegen Fabian Müller durch. Sein Siegerbike ist klein, niedlich und genauso gelb wie ein Badewannen-Quietsche-Entchen
Gebaut wurde »Ducky« vom genialen Weißrussen Yuri Shif, der seit Jahren zu jeder unserer Shows ein umwerfendes Custombike im Gepäck hatte. Doch 2015 war er Biker-Build-Off-Teilnehmer und hatte sich dafür etwas Besonderes einfallen lassen. Auf Nachfrage erzählt der Weißrusse, dass er mit der Idee für dieses Bike schon jahrelang schwanger ging und die BBO-Teilnahme für ihn der willkommene Anlass war, es in die Tat umzusetzen.

Yuri Shif mit seiner Ducky

Im Grunde kann man den Stil der »Ducky« gar nicht eindeutig festzurren, denn sie hat neben Anleihen bei den Boardtrackern der 1920er-Jahre auch Cafe-Racer-Elemente. Nicht umsonst taufte Yuri Shif sein Werk deshalb auch Cafe-Tracker. Leicht hat er es sich mit der Umsetzung des Bikes nicht gemacht. Bis auf wenige Ausnahmen ist alles Wesentliche in seiner Werkstatt in Minsk entstanden. Hauptrahmen, Rahmenheck und auch die Parallelogramm-Gabel bog und schweißte die achtköpfige Crew aus Stahlrohren.
Und bei den selbst hergestellten Rädern setzte das Team komplett auf Aluminium. Nur die 21-Zoll-Aluminium-Felgenhörner stammen aus einer alten Moto-Cross-Maschine. Das wollte man nicht auch noch selbst machen.

Ein quietschgelber Boardtracker siegte im European-Biker-Build-Off 2015

Dafür entstanden der gefederte Sitz und die beiden Tankhälften ebenfalls in Handarbeit und natürlich aus Aluminium. Beim Motor kannte der Aufwand dann keine Grenzen mehr. Yuri und seine Mannschaft amputierten das im Motorblock integrierte Getriebe von dem als Antrieb gewählten 1978er Ironhead-Motor und bauten ein neues Kurbelgehäuse. Das Getriebe ist nun separat platziert und wird über einen selbsthergestellten Primärtrieb in Schwung versetzt. Die Basis-Schaltbox entstammt einer WLA, Innereien und Außenoptik wurden von Shif Custom grundlegend überarbeitet.

Der Rest sind viel Liebe zu jedem noch so kleinen Detail und etliche Parts »made in Belarus« wie Lenker, Riser, Handhebel, Fußrastenanlage und vieles mehr. Nur beim Scheinwerfereinsatz und dem Rücklicht griffen die Männer um Yuri zu Aftermarket-Parts. Der Zulassungsfähigkeit wegen. Da hat er tatsächlich geschwächelt, aber eine eigene Glaserei wäre dann doch zu viel des Guten gewesen. Das ausführliche Porträt zu Yuris Kracher gibt es übrigens in der Ausgabe 01-16 unseres Schwestermagazins DREAM-MACHINES.

www.yurishifmoto.com
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Stand:23 February 2018 13:13:50/bikes/yuri+shifs+ducky+_18103.html