Honda CX 500 - Das kleine Glück

28.11.2017  |  Text: Katharina Weber  |   Bilder: Volker Rost
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Honda CX 500 - Das kleine Glück
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Japanische Basis, geringes Budget, ein paar Monate mit dem Vater in der Werkstatt – auch der Umbau eines Lowbudget-Bikes kann von unschätzbarem Wert sein
»Ich hatte nie den Anspruch, etwas besonders Tolles und Exaktes zu bauen«, sagt Dino, als wir auf die sichtbaren Kabel und die flatternde Zahl auf der Startnummerntafel deuten. »Das ist alles Absicht, das darf rotzig aussehen.«

Die originale Lampenverkleidung und das klobige Cockpit wirft Dino sofort in die Tonne

Mit Absicht hatte er sich die 77, sein Geburtsjahr, nur mit Tape aufgeklebt. Sein Bike ist im Sparmodus gebaut, da darf das so. Und vielleicht erinnert es ihn auch ein bisschen an die Zeit, als er mit achtzehn, neunzehn Jahren schon einmal eine Motorradphase hatte und eine Suzuki Bandit fuhr, als Streetfighter umgebaut natürlich.

Heute ist Dino fast vierzig und Streetfighter nicht mehr das ganz große Thema, aber gejuckt hat es den Maschinenbauingenieur aus Remscheid trotzdem nochmal. Nach langer Motorradpause wollte er sich wieder mal die Finger schmutzig machen und selbst ’ne Karre umbauen. Noch bevor Hondas CX 500 letztes Jahr plötzlich wieder in aller Munde war stand sie auf Dinos Wunschzettel. »Klar, so ’ne SR 500 ist auch cool, aber nicht bei meiner Körpergröße«, erklärt der fast zwei Meter große Hobbyschrauber. Dazu kommt die vielgepriesene Unverwüstlichkeit der Gülle­pumpe, technische Probleme sind bei der CX selten, das Ding läuft wie ein Uhrwerk.

Dank der luftdichten ComStar-­Felgen war die CX 500 das erste Serienbike mit schlauchlosen Reifen

Dino kauft sich seine Basis im mittelmäßigen Originalzustand vor drei Jahren, Ziel ist der Umbau zum günstigen Cafe Racer. Durch ein paar blöde Umstände dauert es aber weitere zwei Jahre, bis der Idee endlich Taten folgen. Zusammen mit seinem Vater werkelt der Remscheider drei Monate an seiner Karre, »das ist echt sehr wertvoll«, sagt er, »mein Vater und ich hatten bei dem Projekt wirklich eine gute Zeit miteinander.«

Technisch ändern die beiden an der Honda kaum etwas, lediglich progressive Gabel­federn bauen sie ein. Die Koni-Stoßdämpfer sowie ordentliche Stahlflexleitungen waren schon beim Kauf montiert. Optisch wurde die Gülle durch konsequentes Abschrauben vom Achtzigerjahre-Charme befreit. Mit ein paar Anpassungsarbeiten ließ sich der schöne Chromfender der CX 500 C montieren, dazu gab’s Beleuchtung aus dem Hamburger Zubehörkatalog und einen Eigenbau-Nummernschildhalter. Hintere Blinker mussten baujahresbedingt nicht sein.

in kleiner Tacho und vier LEDs sorgen jetzt für die nötigsten Infos

Um die flache Optik des Bikes zu bewahren, montierte Dino den Streetbar-Lenker einfach umgekehrt. Sieht gut aus, wird aber auf längeren Fahrten zum Bequemlichkeitshindernis. Die Sitzbank ist aus einem Stück Aluminiumblech gebogen und in Eigenregie gepolstert. Der Tacho sitzt mitsamt Kontrollleuchten auf einem eigens angefertigtem Träger. Abgerundet wird die Optik durch die selbstgefertigten Startnummerntafeln, den umwickelten Auspuff und den Lack aus der Sprühdose.

»Sicher, es macht schon Arbeit mit Anschleifen, Grundieren und Abkleben alles für den Lack vorzubereiten«, erklärt Dino gerade im Hinblick auf seine rot-weißen Felgen. »Aber das Ergebnis ist eigentlich ganz gut geworden, wobei man natürlich beim genauen Hinschauen auch die Fehler erkennt.« Schlimm findet Dino das aber nicht, vielmehr ist er stolz darauf, alle Teile komplett eingetragen zu haben und einen feinen Stadtflitzer sein Eigen zu nennen. Und das ist sicher am Ende mehr wert als so manches zu Tode geschraubte Showbike.

Am Gasgriff
Eigentlich fährt sich Dinos Honda ganz ausgezeichnet, zumindest 100 Kilometer lang. Danach fordert die schmale, harte Sitzbank ihr Opfer und man hat das Bedürfnis abzusteigen. Dazu ergibt sich durch den umgedrehten Lenker eine etwas »überspannte« Sitzposition – aber für den Citycruise ist Dinos Bike perfekt.

Technik
Honda CX 500 | BJ 1981
Erbauer: Dino Walter

Motor
V-Zweizylinder-Viertaktmotor, ohv-Vierventiler,
496 ccm (Bohrung/Hub 78 x 52 mm)

Auspuff: Original-Nachbau
Getriebe: Fünfgang
Sekundärtrieb: Kardan
Leistung: 50 PS bei 8500 /min
Drehmoment: 46 Nm bei 7000 /min
Höchstgeschwindigkeit: 170 km/h

Fahrwerk
Stahl-Einrohrrahmen

Gabel: Tele
Gabelfedern: Wilbers progressiv
Federbeine: Koni
Räder: vorn 3.50x19, hinten 130/90x16
Reifen: vorn und hinten Metzeler Lasertec
Bremsen: vorn Doppelscheibe, hinten Trommel

Zubehör
Tank: Honda original
Sitzbank: Eigenbau
Lenker: Streetbar
Scheinwerfer: Louis Klarglas
Rücklicht: LED
Fender: CX 500 C
Kennzeichenhalter: Eigenbau
Paintjob: Eigenleistung

Metrie
Leergewicht: 200 kg
Radstand: 1455 mm
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Stand:16 December 2017 11:52:18/bikes/honda+cx+500+-+das+kleine+glueck_171024.html