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27.01.2017  |  Text: Velthuis/JeDi  |   Bilder: Floris Velthuis  

Harley-Davidson Softail


Noch als Schüler begann Luuc mit dem Umbau von Motorrädern. Inzwischen konnte er sein Hobby zum Beruf machen. Seine Harley Softail ist eine feine Referenz seiner Arbeit


»Begonnen hat alles mit einer günstig geschossenen Honda, mit der ich erste Erfahrungen gemacht habe. Mit einem von mir aufgebauten Cafe Racer auf Basis einer BMW R60/2 konnte ich an der Bigtwin Motorshow teilnehmen. Dort wurden die Jungs eines großen Aftermarket-Anbieters auf mich aufmerksam und fragten, ob ich einen Job bei ihnen will. Seitdem habe ich jeden Tag mit Custombikes und Umbauparts zu tun und viel gelernt«, erklärt uns Luuc voller Stolz seinen Weg. Trotz des Jobs schraubt er auch in seiner Freizeit weiter an Bikes. So hat er im letzten Jahr diese Harley-Davidson Softail fertiggestellt. »Ich habe zwar keine spezielle Vorliebe für die amerikanischen Eisen, wollte aber mal eins umbauen. Eigentlich war der Plan, mir eine Evo zuzulegen, da die noch bezahlbar sind. Ein befreundeter Händler hat mir aber angeboten, eine Twin Cam aus Amerika zu einem ähnlichen Preis zu importieren. Na ja, da konnte ich schlecht nein sagen.« So stand also irgendwann eine wieder aufgebaute Unfallmaschine in Luucs Garage.






»Die Amis und viele Europäer stehen ja auf diese riesigen, massigen mit Chrom überladenen Kisten. Ich mag aber mehr den reduzierten japanischen Stil wie bei Zero Engineering. Auch die Bikes von Rough Crafts aus Taiwan gefallen mir. Daher wollte ich in diese Richtung gehen. Klassische Reifen, geschmeidige Linien und eine Reminiszenz an die alten FL schwebte mir vor. Das alles in moderner Version und bester Qualität.« Also ging es erst einmal daran, die Karre zu zerlegen. Rahmen und Schwinge werden von allem Unnötigen befreit. Die Räder einer Fat Boy, überzogen mit klassischen Avon MK II, sorgen für einen fetten Auftritt. Die Front wirkt durch die modifizierte Sportster-Maske mit tief angebrachtem Scheinwerfer und die Faltengummis massiver. Der handgefertigte Heckfender nimmt die Linie der Frontmaske auf und deckt nur das Nötigste des Pneus ab. Der Kennzeichenträger ist ebenfalls Eigenbau und hält den Aufbau schlank. Während am Tracker-Lenker die originalen Hebeleien weiter Verwendung finden, stammen die Fußrasten von Tarozzi. Sie sitzen knapp über den Ausgängen des eigenwillig gestalteten Auspuffs, der bereits zwischen den Rahmenunterzügen endet. Der Grund dafür? »Ich wollte, dass so wenig wie möglich vom Auspuff an meinem Bike zu sehen ist. Daher habe ich die Krümmer zu dem Sammler vorn geführt«, lautet die lapidare Erklärung. Die unkonventionelle Lösung, in der auch ein Eigenbau-dB-Killer sitzt, verlangt nach Anpassungsarbeiten am Motor. Mittels Dynojet-Kit und Altmann-Zündung werden die Probleme behoben. Auch über den Tank macht sich der Erbauer viele Gedanken. Aus zwei Fat-Bob-Tanks entstehen die beiden Hälften, die eng an den Rahmenoberzug gesetzt werden. Nur ein schmaler Streifen zeigt, dass es sich um zwei getrennte Teile handelt.




 

Text: Velthuis/JeDi
Bilder: Floris Velthuis

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